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Fontanafredda

Wer einmal durch die mit Nebel umhüllten Hänge des Fontanafredda-Anwesens nahe Serralunga d'Alba spaziert ist, versteht, warum diese Weine so unverwechselbar schmecken. Schon beim Betreten des historischen Kellers, dessen kühle Mauern Geschichten von Monarchen, Liebenden und Winzern bewahren, lässt sich erahnen, welch tiefe Verbundenheit hier zu Rebe, Boden und Handwerk besteht. Im Glas verkörpert beispielsweise der Gavi di Gavi von Fontanafredda wie kaum ein anderer Weißwein den Pulsschlag seines Ursprungs: Delikate Aromen von frischen Limetten, grünen Äpfeln und einem Hauch weißer Blüten greifen harmonisch ineinander. Am Gaumen zeigt sich eine vibrierende, salzige Mineralität, die an das Flirren der Sonne auf den kühlen Böden eines Morgens im Frühherbst erinnert. Besonders eindrücklich bleibt der Barolo 2016 im Gedächtnis: Eine dichte, granatrote Farbe, intensive Noten von getrockneten Rosenblättern, reifen Kirschen, Trüffel und würzigem Teer. Ein Wein, der Geduld verlangt und mit jedem Jahr an Komplexität gewinnt – bei einer Blindprobe unter Kollegen war der Ausdruck von Struktur, Länge und Finesse schlicht beeindruckend. Fontanafredda ist nicht nur ein Weingut, sondern ein lebendes Stück piemontesischer Kultur – ehrlich, charismatisch, unverwechselbar.

Fontanafredda

Terroir von Fontanafredda

Die Weinberge von Fontanafredda sind ein Mosaik aus kalkhaltigen Lehmböden, durchzogen von Eisenadern, auf welligem Terrain zwischen Serralunga, Barolo und Gavi eingelassen. Hier treffen die schützenden Höhenlagen der piemontesischen Hügel auf das milde Lüftchen aus dem Ligurischen Meer, das beständig durch Rebzeilen und Laubdächer zieht und für morgendlichen Tau sowie ideale Frische sorgt. Die Böden wechseln alle paar Meter – von kargem Kalkstein, der den Barolos eine ziselierte Eleganz verleiht, bis zu fruchtbaren Mergellagen, auf denen die Cortese-Traube ihre für Gavi typische Spritzigkeit und feinen Zitrusnoten ausbildet. Einmal, an einem Spätsommertag, beugte sich ein erfahrener Önologe von Fontanafredda nieder und zeigte, wie sich der Boden in der Hand bricht – „Hier entsteht der Barolo, der noch in Jahrzehnten Erinnerungen wachruft.“ Der Respekt vor diesen Eigenheiten bestimmt jede Arbeit im Weinberg; Parzellen werden so getrennt gelesen und vinifiziert, dass die subtilen Ausprägungen des Terroirs nicht verloren gehen.

Fontanafredda

Geschichte hinter Fontanafredda

Im Jahr 1858 legte König Vittorio Emanuele II. seiner großen Liebe Rosa Vercellana als Zeichen seiner Wertschätzung ein Weinparadies zu Füßen – so beginnt die Geschichte von Fontanafredda, die niemand, der einmal durch den prächtigen Schlosspark geschlendert ist, mehr vergisst. Die Gewölbe und historischen Gebäude atmen noch heute den Geist der Belle Époque und geben Anekdoten preis, in denen Winzer im Morgengrauen durch Nebel und Reif stapften oder in Kriegsjahren trotz aller Widrigkeiten den Barolo auf den Markt brachten. Mit jeder Generation wurden Wissen und Akribie weitergegeben. Ein altes Journal im Archiv berichtet vom ersten Export des Fontanafredda-Barolo nach London – ein mutiger Schritt, der die Weine des Hauses unaufhaltsam auf die weltweite Bühne brachte. Dieses Bewusstsein für historische Wurzeln und weltoffenes Handeln prägt Fontanafredda noch immer: Moderne Kellertechnik begegnet alter Handarbeit, und die Liebe zur piemontesischen Lebensart ist bis in die heutige Zeit spürbar.

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Vinifizierung bei Fontanafredda

Im Keller zelebriert Fontanafredda das Gleichgewicht zwischen zeitloser Tradition und behutsamer Innovation. Die sorgsame Handlese beginnt am frühen Morgen, wenn der Tau die Trauben noch kühlt. Anschließend werden die Trauben je nach Parzelle separat vinifiziert; darauf legen die Kellermeister ebenso großen Wert wie auf einfühlsame Extraktion und den gezielten Ausbau im großen Holzfass, um die Herkunft jeden Weines erlebbar zu machen. Für den Barolo werden bevorzugt große Eichenfässer mit sanfter Toastung verwendet, die dem Nebbiolo Raum zum Reifen und zur Entwicklung von Komplexität geben. Die Gavi-Weine reifen langsam im Edelstahl

Weitere Informationen

Name Fontanafredda
Webseite https://www.fontanafredda.it/de/
Inverkehrbringer Fontanafredda S.r.l., via Alba 15 - 12050 Serralunga d’Alba (CN) - Italy
Anbaufläche in Hektar 370 ha
Gründer Emmanuel Giuseppe Conte
Eigentümer Oscar Farinetti
Önologe Roberto Olivero
Gründugsjahr 1858

Fontanafredda

Fontanafredda ist ein traditionsreicher Winzer aus Gavi in der italienischen Region Piemont. Die Geschichte des Weingutes reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und ist geprägt von einer Passion für erstklassige Weine. Die Kombination aus Erfahrung, Fachwissen und modernster Technik sorgt dafür, dass hier Jahr für Jahr Spitzenweine entstehen, die international höchste Auszeichnungen erhalten.

Das Weingut erstreckt sich über mehr als 300 Hektar und umfasst neben den Weinfeldern auch das historische Schloss, das einst den königlichen Jagdgründen diente. Die außergewöhnliche Lage der Rebflächen, auf steilen Hängen mit einem unterschiedlichen Anteil an Kalk und Lehm, verleiht den Weinen von Fontanafredda eine einzigartige Mineralität und Frische.

Besonders bekannt ist der Winzer für seinen Gavi, ein Weißwein aus der gleichnamigen Rebsorte, der sich durch seine feine Säure, Aromen von Apfel, Grapefruit und Mandel sowie eine zarte Würze auszeichnet. Aber auch die Rotweine von Fontanafredda überzeugen auf ganzer Linie. Der Barolo, einer der bekanntesten Rotweine Italiens, zeigt sich in einer kraftvollen, aber dennoch eleganten Art und Weise.

Wer von den Weinen von Fontanafredda probiert hat, weiß um die hohe Qualität und die Liebe zum Detail, die in jedem Tropfen steckt. Die Weine harmonieren perfekt mit der regionalen Küche, von Pasta und Risotto bis hin zu reichhaltigen Fleisch- und Wildgerichten.