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Bestheim

Kaum ein Name im Elsass ist so untrennbar mit den funkelnden Facetten regionaler Weinvielfalt verwoben wie Bestheim. Besucher, die das moderne Kelterhaus nahe Bennwihr betreten, merken sofort: Hier ist das Herz jener berühmten 'Mondfischer', wie sich die Winzer liebevoll nennen – nach einer Legende aus dem Ort. Bestheim steht für präzise, charakterstarke Weine, die den Bogen zwischen frischer Innovation und respekteinflößender Tiefe schlagen. Im Glas beeindruckt etwa der Riesling Grand Cru “Florimont” bereits im Duft: feine Noten von grünem Apfel, Limettenschale, weiße Blüten und ein Unterton feuchter Kreide. Am Gaumen lebendig, getragen von nerviger Säure und dieser mineralischen Spannung, wie sie nur aus diesen besonderen Böden erwächst. Wer einen lauen Sommerabend auf der Terrasse von Bestheim verbracht hat, weiß, dass hier Persönlichkeiten am Werk sind, die Wein als Ausdruck von Herkunft und Handwerk verstehen – und jeder ihrer Weine erzählt davon.

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Terroir von Bestheim

Es gibt Orte, an denen die Landschaft den Wein beinahe selbst komponiert: Im Elsass, beschützt durch die bewaldeten Vogesen, reifen Bestheims Trauben auf einer Mosaik aus Gestein, das von uraltem Kalk über kühlen Gneis bis zu warmem Sandstein reicht. Besonders die Hügelzüge rund um Bennwihr und Zellenberg prägen mit ihrer sonnigen Exposition und durchlässigen Böden den Charakter der Weine. Es ist, als würde der Boden selbst jedem Rebstock eine eigene Geschichte mitgeben – und gerade im Grand Cru Florimont zeigt sich das: Hier scheinen die Reben beinahe auf den blanken Felsen zu wachsen. Es sind diese kargen, steinreichen Parzellen, die dem Riesling von Bestheim jene markante Würze, die fein ziselierte Säure und ein vibrierendes, leicht salziges Rückgrat verleihen. In heißen Jahren wie 2018 steht am Morgen manchmal noch Nebel im Tal; dann erinnert der erste Wein am Tag an kühle Bergluft, durchzogen von Zitrus und einer Spur nassem Stein – ein Spiegelbild dessen, was das Terroir möglich macht.

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Geschichte hinter Bestheim

Wer Bestheim wirklich erleben will, sollte einen Blick ins Archiv werfen – weniger zu den offiziellen Zahlen und Daten, mehr zu den Erinnerungen der Winzerfamilien, die mit ihren Geschichten die Region durchdringen. Bis heute wird in Bennwihr gern erzählt, wie nach dem Zweiten Weltkrieg ein Neuanfang gewagt und uralte Parzellen liebevoll neu bepflanzt wurden. Die große Stärke von Bestheim klingt noch immer nach der Philosophie des Teilens und Zusammenarbeitens, damals wie heute. Legendär bleibt der Jahrgang 1983, als ein unerwartet langer, sonniger Herbst den Gewürztraminern unvergessliche Opulenz verlieh – viele Winzer schwärmen bis heute davon, was für ein Geschenk an Aromen und Fülle möglich war. Doch auch abseits solcher Ausnahmejahre ist Bestheim ein Motor für das Gemeinsame im Elsass: Hier ist Wein immer auch ein Produkt der Nachbarschaft, des offenen Austauschs, des Stolzes auf regionale Identität.

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Vinifizierung bei Bestheim

Die Kunst der Vinifikation bei Bestheim lebt vom sorgsam austarierten Gleichgewicht aus Innovation und überliefertem Handwerk. Die Lese erfolgt oft in den kühlen Morgenstunden – besonders in den Parzellen, die für die besten Rieslinge und Pinot Gris reserviert sind. Die Trauben werden mit äußerster Vorsicht behandelt; kaum je verlässt eine Beere im Keller ihren Weg auf den legendär ruhigen Pressvorgang ohne sanfte Hand oder geübten Blick. Die Gärung findet bewusst langsam und temperaturgeführt statt, damit jede Nuance des Terroirs zur Geltung kommt. Im Ausbau werden altbewährte große Fuderfässer aus elsässischem Eichenholz gezielt für die aromatischsten Weine genutzt, während filigrane Sorten bevorzugt in Edelstahl reifen, um Frische und Sortentypizität zu betonen. Besonders bei den Schaumweinen, dem Crémant d’Alsace, pflegt Bestheim die traditionelle Flaschengärung mit langem Hefelager – eine Spezialität, die dem finalen Produkt faszinierende Finesse und Lebendigkeit verleiht. Am Ende steht immer der Anspruch, dass jeder Wein ein präzises Abbild seiner Herkunft ist – lebendig, ehrlich und voller Charakter.

Weitere Informationen

Name Bestheim
Webseite https://www.bestheim.com/de/
Inverkehrbringer Bestheim & Châteaux Société coopérative agricole ŕ capital variable, 3 Rue du Général de Gaulle, 68630 Bennwihr, Frankreich
Anbaufläche in Hektar 150 ha
Gründer Winzer Bestheim wurde von mehreren Winzern gegründet. Der Name eines einzelnen Gründers ist nicht bekannt. - keine
Eigentümer Genossenschaft Winzer Bestheim.
Önologe Adrien Früh.
Gründugsjahr 1946

Bestheim

Der Winzer Bestheim aus dem Elsass ist bekannt für seine herausragenden Weine, die durch die einmalige Lage der Weinberge und die Leidenschaft der Winzer entstehen. Das Weingut verbindet Tradition und Moderne, indem es auf bekannte Winzertechniken setzt, aber auch ständig neue Methoden ausprobiert, um die Qualität der Weine zu verbessern. Die hervorragenden Rebsorten des Elsass wie Riesling, Gewürztraminer und Pinot Gris werden von den Weinkennern des Hauses sorgfältig ausgewählt und auf ihren optimalem Zeitpunkt geerntet. In der Kellerei erfolgte dann eine ausgedehnte Maischegärung bei kontrollierten Temperaturen und eine selektive Weinlese von Hand. Charakteristisch für die Weine von Bestheim ist ihre Finesse und Eleganz, verbunden mit einer feinen Frucht und einer mineralischen Würze. Ob als Begleiter zu einem guten Essen oder einfach als Genuss für zwischendurch - die Weine von Bestheim versprechen ein erlesenes Geschmackserlebnis und sind ein Aushängeschild der elsässischen Weinbautradition.