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Selva Capuzza

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Selva Capuzza

Wer Selva Capuzza im weichen Mittagslicht der Lombardei besucht, erlebt eine Verbindung von Natur und Winzerkunst, die ihresgleichen sucht. Das Anwesen erstreckt sich über 50 Hektar, umgeben von erhabenen Steineichen, Olivenhainen und einem Blick, der bis zum schimmernden Gardasee reicht. Besonders eindrücklich bleibt der Besuch des alten Weinkellers in Erinnerung, dessen Mauern noch längst vergangene Jahrgänge atmen.

Die Weine von Selva Capuzza sind keine austauschbaren Vertreter der Region. Schon der Lugana San Vigilio, aus der autochthonen Turbiana-Traube gekeltert, überzeugt mit klarer, zitrischer Nase, mineralischer Präzision und einem Nachhall, der an Sommerregen auf Kieselsteinen erinnert. In den Rotweinen, etwa dem Garda Classico DOC, spiegelt sich das saftige Spiel dunkler Beeren und eine würzige Frische – eine Einladung, einen zweiten Schluck zu nehmen. In all diesen Weinen findet sich das handwerkliche Gespür und die unaufgeregte Ruhe der Familie Formentini wieder, die seit über einem Jahrhundert ihre Heimat mit jedem Jahrgang neu interpretiert.

Selva Capuzza

Terroir von Selva Capuzza

Die Lage von Selva Capuzza, auf einer sanften Anhöhe südlich des Gardasees, ist nicht nur landschaftlich spektakulär. Die Böden, geprägt von sandigem Lehm und kalkhaltigen Moränen, sind durchsetzt von kleinen Steinen, die am Tag die Sonne speichern und nachts behutsam die Wärme abgeben. Dies sorgt für eine langsamere, gleichmäßigere Ausreifung der Trauben.

Das Mikroklima wird vom nahen Gardasee beeinflusst: Nebel und kühle Brisen lassen die Nächte im Hochsommer selten schwül werden, sodass die Trauben außergewöhnliche Frische und aromatische Finesse entwickeln können. Spezialität des Hauses ist die Turbiana-Traube, die auf diesen Böden eine salzige Mineralität und florale Eleganz entfaltet – unverkennbar für die Weine von Selva Capuzza.

Selva Capuzza

Geschichte hinter Selva Capuzza

Die erste Begegnung der Familie Formentini mit dem Land am südlichen Gardasee reicht zurück bis ins Jahr 1917 – eine Zeit, in der Pferdefuhrwerke die Weinfässer durch die Feldwege zogen. Die Suche nach dem perfekten Standort führte sie einst zu einer kleinen, von Eichenwäldern gesäumten Lichtung: „Selva Capuzza“, wie die Einheimischen sie nannten. Schon bald fanden Experimente mit autochthonen Rebsorten statt, lange bevor der Begriff Terroir in aller Munde war.

Eine Anekdote, die oft erzählt wird, handelt vom legendären Sommer 1979: Damals verdichteten ungewöhnlich kühle Nächte den Charakter des Lugana in einzigartiger Weise – so elegant und langlebig, dass noch heute einige Flaschen davon gehütet werden. Solche Jahrgänge prägen das Selbstverständnis des Weinguts – es geht weniger um lautstarke Innovation als um eine beständige, leise Verbesserung, um die Ausarbeitung der vielschichtigen Traditionen bis zur Perfektion.

Selva Capuzza

Vinifizierung bei Selva Capuzza

Auf Selva Capuzza wird seit jeher der Rhythmus des Weinbergs respektiert. Die Ernte erfolgt ausschließlich von Hand, damit nur kerngesunde, optimal gereifte Trauben in den Keller gelangen. Eine kleine Besonderheit ist die selektive Lese am kühlen Morgen, um die aromatische Frische der Trauben zu bewahren. Die Verarbeitung im Keller folgt dem Grundsatz: so wenig Eingriff wie möglich, so viel Finesse wie nötig.

Die Weißweine, allen voran die aus Turbiana, werden schonend gepresst und bei niedrigen Temperaturen im Edelstahl vergoren, um eine kristallklare Frucht und feine Salzigkeit herauszuarbeiten. Für die Rotweine setzt Selva Capuzza auf eine zurückhaltende Reifung in großen Holzfässern – das Ziel ist stets Balance, nicht Überlagerung.

Der nachhaltige Anbau steht im Mittelpunkt: Begrünte Rebzeilen, gezielter Verzicht auf synthetische Mittel und das Wissen um die Bedeutung jedes einzelnen Bodens ergeben Weine, die nicht nur einen Ort, sondern eine ganze Philosophie schmeckbar machen. Ein Glas Selva Capuzza ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis unermüdlicher Aufmerksamkeit gegenüber Natur, Tradition und Innovation.

Weitere Informationen

Name Selva Capuzza
Webseite https://selvacapuzza.it
Inverkehrbringer Selva Capuzza, 25015 Desenzano del Garda - Brescia - Italia
Anbaufläche in Hektar 50 ha
Gründer Kein
Eigentümer Selva Capuzza
Önologe Giorgio Vezzola
Gründugsjahr 1963

Selva Capuzza

Selva Capuzza, ein Winzer aus der Lombardei, ist ein wahres Genie in der Kunst des Weinanbaus. Seine Weinberge erstrecken sich über eine Fläche von mehr als 50 Hektar und sind von malerischen Ausblicken auf den Gardasee und das umliegende Hügelland geprägt.

Bei Selva Capuzza wird der Weinanbau noch mit traditionellen Methoden und viel Leidenschaft betrieben. Er legt besonderen Wert auf die Qualität und den Geschmack seiner Weine und setzt daher auf schonende Verarbeitung und den Einsatz von natürlichen Rohstoffen.

Besonders bemerkenswert sind die Rotweine von Selva Capuzza, die nicht nur durch ihre Frische und Fruchtigkeit, sondern auch durch ihre ausgewogene Tanninstruktur begeistern. Aber auch seine Weißweine überzeugen durch ihre Vielfalt und ihren harmonischen Geschmack.

Wer auf der Suche nach ausgezeichneten Weinen aus der Lombardei ist, sollte unbedingt einen Besuch bei Selva Capuzza einplanen und seine unverwechselbaren Weine selbst verkosten.