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Montenegro

Die Destillerie Montenegro in Bologna ist mehr als eine Ikone der italienischen Spirituosenkultur – sie gleicht einem lebendigen Gedächtnis der Region, in jedem Tropfen geprägt vom Duft frischer Kräuter, warmer Erde und sonnengetränkter Früchte. Besonders eindrücklich offenbart sich dies im Amaro Montenegro: Sein Duftspiel erinnert an einen Spaziergang über die Wochenmärkte Bolognas – Koriander, Orangenschale, Zimt und eine Spur Myrrhe steigen in die Nase, darunter schwingt ein subtile, fast waldige Bitterkeit mit. Am Gaumen eröffnet sich ein offenes Panorama: Zitrusfrische von sizilianischen Orangen, getragen von balsamischer Tiefe, würziger Süße und einer angenehm weichen Bitternote, die an Mandeln und Kräutergärten im Apennin erinnert. Im Nachhall ein Hauch von Pfeffer und Karamell, fein verwoben. Wer einmal in einem der kleinen Cafés Bolognas einen Schluck Amaro Montenegro nach einem üppigen Mahl getrunken hat, weiß, wie sinnstiftend und gesellig dieser Likör wirken kann – oft von generationenübergreifenden Geschichten begleitet, die zwischen den Tischen zirkulieren und eine bewegte Vergangenheit aufleben lassen.

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Terroir von Montenegro

Die Böden rund um Bologna sind von überraschender Vielfalt: Kalk, Ton und Sand wechseln sich ab und tragen dazu bei, dass die Pflanzenwelt der Emilia-Romagna besonders reichhaltig ausfällt. Viele der verwendeten Botanicals für den Amaro Montenegro stammen direkt aus dieser Region oder werden von langjährigen Partnern bezogen, die Tradition und lokale Mechanismen der Kultivierung tief verinnerlicht haben. Die sanften Hänge der Apenninen liefern das aromatische Rückgrat für zahlreiche wilde Kräuter und Wurzeln, die in kühlen Nächten intensive Aromen speichern. In der Emilia-Romagna – einer der kulinarisch vielseitigsten Regionen Italiens – ist es gängige Praxis, Essenzen mit großer Handwerkskunst zu extrahieren, seien es Küchenkräuter oder eben die Botanicals für Spirituosen. Die Luft dort, geprägt von milden Winden, trägt das feine Gleichgewicht der Aromen von Zitrus, Pinien und Erde bis in die Destillerie.

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Geschichte hinter Montenegro

1885, Bologna, ein Botanik-Liebhaber und Abenteurer, Stanislao Cobianchi, ist fasziniert von den Heilkräutern, die Händler und Nonnen aus aller Welt in die Apenninstadt bringen. Aus dieser Faszination und Entdeckerfreude wächst der Wunsch, einen Amaro zu erschaffen, wie ihn Italien noch nicht geschmeckt hat. Die Taufpatin ist keine Geringere als die spätere Königin Elena von Montenegro, deren Name fortan die Flasche ziert – ein Zeichen für weltoffene Verbundenheit und kühne Träume. Heute noch steht im Eingang der Brennerei ein alter, handgeschriebener Rezeptzettel Cobianchis, an dessen Rändern Kaffeeflecken und Tintenstriche als stumme Zeugen einer bis in unsere Tage lebendigen Handwerkskunst wirken. In besonders gelungenen Jahrgängen, wie etwa 1949 nach einem harten Winter, stößt man auf Flaschen, deren Aromen noch intensiver wirken – ein feiner Unterschied, den alte Mitarbeiter ehrfürchtig mit „dem besonderen Jahrgangstein in der Gasse“ erklären, einer lokalen Legende zufolge eine Glücksquelle.

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Vinifizierung bei Montenegro

Die Seele von Montenegro liegt im haptischen Detail: die einzelnen Botanicals – von Salbei bis Enzian, von Koriander bis Orangenschale – werden an der frischen Luft von Hand sortiert, bevor sie in Kupferkesseln nach unterschiedlicher Mazerationsdauer angesetzt werden. Der Herstellungsprozess gleicht einer Choreographie, bei der Erfahrung und Fingerspitzengefühl entscheiden, wann jede Zutat ihre ideale Ausdruckskraft entfaltet. Besonders erwähnenswert: das „7bello“-Konzentrat – nur eine Handvoll Mitarbeitender kennt die exakte Zusammensetzung. Es verleiht dem Likör seinen unverwechselbaren Akzent, eine geheimnisvolle, fast an orientalische Basare erinnernde Würze. Nach behutsamer Reifung in kleinen, neutralen Fässern fusionieren die einzelnen Auszüge zu einem harmonischen Finalprodukt. Aus gutem Grund werden in der Destillerie Tastings veranstaltet, bei denen frisch vermählte Ansätze mit voller Hingabe geprüft werden. Erst nach diesem ausgedehnten Ritual wird Montenegro gefiltert, abgefüllt und mit dem charakteristischen Siegel

Weitere Informationen

Name Montenegro
Inverkehrbringer Montenegro SRL, , Zola Predosa (Bologna), Italien
Gründer Stanislav Cobianchi
Eigentümer Selecta.
Önologe Francesco Savio.
Gründugsjahr 1885

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Montenegro ist ein begeisternder Winzerbetrieb im Herzen der Emilia-Romagna. Das Familienunternehmen ist seit Generationen in der Weinproduktion tätig und hat sein Handwerk perfektioniert. Die Weine von Montenegro zeichnen sich durch ihre hervorragende Qualität und ihren unverwechselbaren Charakter aus.

Die Weinberge von Montenegro erstrecken sich über sanfte Hügel und sonnige Ebenen, die von einer beneidenswerten Naturlandschaft umgeben sind. Das Terroir, das Klima und die sechs verschiedenen Rebsorten, die hier angebaut werden, bringen eine unglaubliche Vielfalt an Aromen und Geschmacksnoten hervor. Das Ergebnis sind Weine mit einer Fülle von fruchtigen, blumigen und würzigen Aromen, die sich wunderbar auf der Zunge entfalten.

Einzigartig ist auch das Produktionsverfahren von Montenegro, bei dem auf moderne Technologien verzichtet wird. Die Trauben werden von Hand geerntet und sorgfältig gepresst, um nur die besten und aromatischsten Beeren zu erhalten. Die Gärung erfolgt auf traditionelle Weise und die Reifung in Fässern aus lokalem Holz, um den besonderen Charakter der Weine zu erhalten.

Im Weinkeller von Montenegro werden nicht nur Weine produziert, sondern auch Leidenschaft und Erfahrung verkörpert. Die Familie steht im ständigen Austausch mit anderen Winzern, um das Beste aus ihren Trauben herauszuholen und ihren Kunden stets neue Geschmackserlebnisse zu bieten. Deshalb sind die Weine von Montenegro nicht nur eine Sünde für den Gaumen, sondern auch eine Hommage an die Kultur und Tradition der Emilia-Romagna.