Lejeune
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Frankreich
BurgundRotweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_06194 Rebsorten: Spätburgunder Alkoholgehalt: 14.0%Vol. -
Frankreich
BurgundRotweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_07522 Rebsorten: Spätburgunder Alkoholgehalt: 14.0%Vol.
Lejeune
Wer in den kühlen Morgenstunden durch die Reben von Lejeune in Pommard schlendert, spürt sofort, welchen Respekt hier dem Zusammenspiel aus Klima, Boden und Pflanze entgegengebracht wird. Kaum ein anderer Betrieb verkörpert die tiefe Verwurzelung im burgundischen Weinbau – nicht in großen Gesten, sondern in jedem sorgfältig gesetzten Schnitt, jedem Handgriff während der Lese. Legendär ist der Pommard von Lejeune: Ein Wein, der im Glas mit transluzenter Purpurfarbe aufwartet, Duftnoten von Schwarzkirsche, Veilchen und nassem Kalkstein entlässt und am Gaumen mit vibrierender Säure und präziser Tanninstruktur begeistert. Im Abgang erinnert seine mineralische Frische fast an das sire-lachende Geräusch, wenn früher im Herbst nach der Lese gemeinsam am langen Holztisch der Hofeinfahrt erste Flaschen geöffnet wurden. Wer einmal diese Weine direkt vor Ort verkostet hat, weiß, warum sie nicht nur den Charakter, sondern auch das leise, intensive Lebensgefühl der Côte de Beaune in sich tragen.
Terroir von Lejeune
Die Lagen von Lejeune gehören zu den privilegierten Parzellen im Herzen der Côte de Beaune, an sanft geneigten Hügeln, deren Kalksteinadern Jahrzehnte dafür gesorgt haben, dass die Pinot-Noir- und Chardonnayreben besonders tiefe Wurzeln schlagen. Die Weinberge sind durchzogen von eisenhaltigen Tonböden, die dem Pinot Noir in heißen Sommern stets kühle Feuchtigkeit schenken – eine natürliche Klimaanlage, die gerade in den von Klimawandel geprägten Jahren den Weinen eine bemerkenswerte Balance verleiht. Was Liebhaber stets begeistert: die subtile Mineralität im Lejeune-Burgunder, die an Regentropfen auf warmem Schiefer erinnert. Neben dem Boden spielt auch die Durchlüftung der Lagen eine entscheidende Rolle: Stete Brisen verhindern Stauhitze und sorgen für aromatische Entwicklung. Nur wenige Kilometer entfernt erinnern alte Trockensteinmauern daran, wie eng Weinbautradition und der Schutz der vielfältigen Ökosysteme hier miteinander verbunden sind.
Geschichte hinter Lejeune
Das Weingut Lejeune sieht sich in einer langen Linie eigenwilliger Weinmacher, die nie als Statisten, sondern immer als Mitgestalter des burgundischen Mythos verstanden wurden. Schon in alten Briefen aus dem Jahr 1756 findet sich der Name Lejeune – und man sagt, der Urvater Jean-Baptiste habe nach einem verheerenden Hagelschlag mit den Nachbarn eine „Repas de Vendange“ auf die Beine gestellt, eine Ernte, bei der Freunde und Helfer zusammenkamen, um gemeinsam jeder Flasche Charakter einzuhauchen. Bis heute prägt dieser nachbarschaftliche Geist die Arbeit in den Weinbergen und im Keller. Legendär sind Anekdoten aus den 1980ern, als ein wilder Chardonnay-Jahrgang beinahe zur Aufgabe gezwungen hätte – doch beherztes Eingreifen brachte einen Wein hervor, über den heute noch in den Weinbars von Beaune gesprochen wird. Unter Pierre Lejeunes Leitung konzentriert sich das Team heute auf kleine Erträge mit besonderer Handsortierung – alte Holzfußstampfer stehen als stumme Zeugen dieser ungebrochenen Praxis noch immer im Fasskeller.
Vinifizierung bei Lejeune
Die Weinbereitung bei Lejeune folgt keinem Rezept, sondern einem klaren Gefühl für den Jahrgang, die Frucht und das, was ein Burgunder zu erzählen hat. Handlese versteht sich von selbst, ebenso wie eine strenge Auswahl des Leseguts: Oft sind es nur wenige Trauben pro Stock, die das Licht der Presse erblicken. In kleinen offenen Holzgärbottichen gärt der Pinot Noir spontan, um die filigranen, burgundischen Aromen zu erhalten – immer unter wachsamen Blicken, denn jede Maische verhält sich ein wenig anders. Der Ausbau in gebrauchten Pièces aus französischer Eiche gibt dem Wein Struktur, ohne seine Herkunft zu übertönen. Keine übermäßigen Extraktionen, keine grellen Aromen – stattdessen Geduld, Beobachtung und die Bereitschaft, dem Wein das letzte Wort zu lassen. Kenner schätzen besonders den Moment, in dem ein Lejeune Pinot Noir nach Jahren der Reife ganz leise Noten von Herbstlaub, Graphit und reifer Kirsche entwickelt – ein echtes Statement für Terroirtreue und Handwerkskunst, das sich an traditionsbewusste Genießer und neugierige Entdecker gleichermaßen richtet.
Weitere Informationen
| Name | Lejeune |
|---|---|
| Webseite | http://www.lejeune-pommard.fr/ |
| Inverkehrbringer | Domaine Lejeune, 1 Place de l'Eglise, 21630 Pommard / France |
| Anbaufläche in Hektar | 9 ha |
| Gründugsjahr | 1822 |



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