Királyudvar
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2002
Tokaji Esszencia
KirályudvarUngarn
TokajiWeißweinfein & aromatischArtikelnummer: 15_06730 Rebsorten: Furmint Alkoholgehalt: 3.0%Vol. -
2018
Late Harvest Furmint Teraszok
KirályudvarUngarn
TokajiWeißweinaromatisch & frischArtikelnummer: 15_08580 Rebsorten: Furmint Alkoholgehalt: 13.5%Vol. -
2003
Tokaji 6 Puttonyos Aszú Lapis
KirályudvarUngarn
TokajiWeißweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_04053 Rebsorten: Furmint Alkoholgehalt: 9.5%Vol. -
2003
Tokaji 6 Puttonyos Aszú Lapis
KirályudvarUngarn
TokajiWeißweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_04212 Rebsorten: Furmint Alkoholgehalt: 9.5%Vol.
Királyudvar
Wer einmal das Tor von Királyudvar durchschritten hat, spürt sofort die besondere Aura dieses Tokajer Guts. Mitten im Herzstück eines historischen Landstrichs gelegen, gelingt es Királyudvar wie kaum einem anderen, die Tiefe und Eigenart der ungarischen Weinlandschaft in Flaschen zu bannen. Weine wie der Furmint Sec 2017 lassen bereits im Glas die rötlich-gelblichen Reflexe der untergehenden Sonne Tokajs erahnen – ihre lebendige Säure umspielt Noten von reifer Birne und saliner Mineralität, am Gaumen blitzen Kräuter und Honig auf. Unvergessen bleibt eine Begegnung während der Lese: Wie stolz und konzentriert die Winzerin jeden einzelnen Botrytisklumpen prüft, erzählt viel mehr über diesen Ort als jedes Siegel. Jeder Tropfen spiegelt die eigenwillige Natur des Landes wider; das Wechselspiel aus Süße und spannender Frische – charakteristisch für alle großen Királyudvar-Weine – birgt Tiefe, Langlebigkeit und emotionale Kraft.
Terroir von Királyudvar
Eingebettet in die wogenden Hügel des Tokaj, offenbart sich das Terroir von Királyudvar als mineralisches Mosaik: Grauer Tuffstein, durchzogen von feinen Lagen aus gelblichem Löss und tonigem Lehm, lässt die Wurzeln der alten Furmint-Reben tief in die Erde bohren. Es ist der seltene Dreiklang aus vulkanischem Gestein, sanfter Hangneigung und dem puffernden Mikroklima, das hier seit Jahrhunderten außergewöhnliche Weine gedeihen lässt. Die nahe gelegenen Flüsse Bodrog und Theiß schaffen an feuchten Herbstmorgen den berühmten Nebel – Voraussetzung für die konzentrierenden Effekte der Edelfäule. Wer an einem Spätsommertag durch die Parzellen streift, nimmt das leise Knistern knochenreicher Steine unter den Stiefeln wahr, die Wärme das Tages speichernd. In jedem Glas Királyudvar pulsiert das Echo dieser Böden: salzig, druckvoll und von geschichteter Textur.
Geschichte hinter Királyudvar
Ursprünglich als Weingut eines königlichen Hofs mit unwahrscheinlicher Strahlkraft gegründet, blickt Királyudvar mittlerweile auf eine mehrere Jahrhunderte umspannende Chronik – von opulenten Hofgelagen bis zur modernen Renaissancenut im 21. Jahrhundert. Eine Szene hat sich ins Gedächtnis gebrannt: Im goldenen Herbstlicht 1997 probierte Anthony Hwang erstmals barfüßig von den Furmint-Trauben – ein Moment, der alles veränderte. Hwang, inspiriert von nachhaltigem Weinbau und französischer Handwerkskunst, führte das Gut zurück in die internationale Aufmerksamkeit, ohne seine historische Identität zu verlieren. Begegnungen mit den ältesten Kellermauern, auf denen noch Verkostungskreide aus der k.u.k.-Zeit bröckelt, zeigen: Zwischen Vergangenheit und visionärer Gegenwart entsteht Wein, der über Jahrzehnte hinweg faszinieren kann und immer wieder eine neue, lebendige Facette der Region offenbart.
Vinifizierung bei Királyudvar
Hier beginnt Handwerk schon im Weinberg: Sorgfältige, selektive Handlese ist bei Királyudvar der unerschütterliche Grundsatz. Die Trauben werden Körnchen für Körnchen kontrolliert, nur die am optimalen Reife- oder Edelfäulestatus werden weiterverarbeitet. Furmint, Hárslevelű und Sárgamuskotály entfalten so ihre Sortentypizität. Nach der sanften Pressung startet die Gärung kontrolliert, meist in ungarischer und französischer Eiche, um frische Säuren und feingliedrige Aromen zu erhalten. Wer einmal im Keller von Királyudvar stand, kennt den dezenten Duft von feuchtem Stein und duftendem Fassholz, der die Luft erfüllt. Durch exaktes Timing beim Ausbau – bei Aszú manchmal jahrelang auf der Hefe – erhalten die Weine ihre unvergleichliche Struktur: süße Honignoten, vibrierende Säure, langes, mineralisches Finish. In jedem Schritt spürt man die gekonnte Balance zwischen dem Bewahren alter Tokajer Methoden und der Offenheit für moderne Vinifizierungsansätze – stets getragen von kompromissloser Präzision und Respekt für Traube wie Boden.
Weitere Informationen
| Name | Királyudvar |
|---|---|
| Webseite | https://kiralyudvar.com/ |
| Inverkehrbringer | Kiralyudvar KFT, H-3915 TARCAL / Ungarn |
| Anbaufläche in Hektar | 65 ha |
| Gründer | István Szepsy. |
| Eigentümer | István Szepsy |
| Önologe | Zoltán Balassa |
| Gründugsjahr | 1997 |



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