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Château Calendreau

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Château Calendreau

Wer einmal einen Nachmittag im Gutshaus des Château Calendreau verbracht hat, spürt sofort: Hier ist Bordeaux authentisch. Zwischen steinernen Mauern und kunstvoll verwitterten Holzgiebeln entstehen Weine, die ihre Herkunft weder verleugnen noch übertönen – sie zelebrieren sie. Eine der unvergesslichsten Begegnungen bleibt der erste Schluck des 2018er Grand Vin: Im Glas ein dichtes Rubinrot, die Nase vibriert vor dunklen Kirschen, Veilchen und Zedernholz. Am Gaumen pulsieren samtige Tannine, begleitet von mineralischen Noten, die an warmen Kies nach einem Sommerregen erinnern. Ein Hauch von Graphit, wie ihn nur echte Médoc-Böden hervorbringen, bleibt bis ins lange Finale bestehen. Bezeichnend für Calendreau ist die stille Präzision, mit der hier gearbeitet wird – keine große Bühne, kein lautes Gewese, sondern Reben, Boden und Hände, die wissen, was sie tun. Château Calendreau ist einer dieser Orte, an denen jede Flasche die Atmosphäre Bordeaux’ einfängt: mal zögernd kühl, mal wohlig warm – immer faszinierend.

Château Calendreau

Terroir von Château Calendreau

Das Terroir von Château Calendreau ist eine leise Kraft, die man schmeckt. Die Weinberge schmiegen sich an sanfte Erhebungen, durchzogen von feinem Kies, der tagsüber Wärme speichert und nachts wieder abgibt. Hier, wo sich morgendlicher Nebel mit den würzigen Duftspuren des Atlantiks vermischt, finden Merlot und Cabernet Sauvignon ein Zuhause, das ihresgleichen sucht. Im Frühjahr, wenn Regen und Sonne einander ablösen, leuchtet der Ton-Kalk-Boden feucht und schwer – ein Traum für tiefwurzelnde Reben. Im Sommer blickt man von der Parzelle „La Fontaine“ bis zum Horizont; der Blick schweift über silbrig schimmernde Kiesel, dazwischen knorrige Rebstöcke, deren Wurzeln sich kämpferisch durch die Bodenschichten arbeiten. Wer den mineralischen Grip der roten Weine probiert, versteht sofort: Diese Böden fordern und fördern, geben aber nie alles auf einmal preis. Im Glas bringt das Château Calendreau stets jene kühl-elegante Spannung hervor, die so viele Bordeaux-Weine anstreben, aber nur wenige erreichen.

Château Calendreau

Geschichte hinter Château Calendreau

Château Calendreau verdankt seinen Charakter zwei Jahrhunderten Neugierde und Leidenschaft. Nach alten Überlieferungen wurde das Gut Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Areal einer apokalyptisch anmutenden Klosterruine gegründet. Wenige Meilen entfernt fließt die Garonne – eine frühere Haupthandelsader, über die die Weine schon im 19. Jahrhundert nach England und Skandinavien gelangten. Als der Steinmetz François Calendreau seine Tochter mit dem aufstrebenden Jungwinzer Lucien Dupont verheiratete, verschmolzen Handwerkskunst und Weitblick. Besonders erinnern sich ältere Nachbarn an einen ungewöhnlich heißen Sommer 1947, als das gesamte Dorf half, die Trauben nachts zu lesen, um die Frische zu erhalten – eine Geste, die noch heute als Symbol für das Zusammenwirken von Natur und Mensch gilt. Unter der heutigen Leitung der Familie Dupont steht Château Calendreau für eine sorgsam kultivierte Mischung aus Respekt vor dem Althergebrachten und offener Neugier gegenüber zukunftsweisenden Methoden.

Château Calendreau

Vinifizierung bei Château Calendreau

Im Weinkeller von Château Calendreau hallt der Duft nach frischem Holz, nassem Stein und jungen Trauben: Hier wird Tradition nicht zitiert, sondern gelebt. Die Lese findet am frühen Morgen statt – oft sind es die jüngsten Familienmitglieder, die die ersten Trauben in ihre Weidenkörbe legen, begleitet von Geschichten aus der Kellermeisterzeit. Die Vergärung erfolgt nach Parzellen getrennt, damit jede Lage ihren Charakter entfalten kann; temperaturkontrollierte Stahltanks ermöglichen eine präzise Steuerung der Maischestandzeiten, während für die malolaktische Gärung ausschließlich kleine Eichenbarriques genutzt werden, um Textur und Tiefe zu fördern. Der Holzfasseinsatz ist bewusst dezent: Nur etwa ein Drittel neues Holz, der Rest reift in gebrauchten Barriques – so bewahren die Weine ihren klaren Fruchtkern und die typischen mineralischen Akzente. Bei den Weißweinen, einer seltenen Besonderheit in diesem Teil Bordeaux’, überrascht der frische Sauvignon Blanc aus der Parzelle „Le Haut Chemin“ stets mit feiner Grapefruitnote und

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Name Château Calendreau
Inverkehrbringer Galles et Fils Societé Civile d'Exploitation Agricole Daviaud, 33490 Saint Andre du Bois, Frankreich
Anbaufläche in Hektar 11 ha
Eigentümer Claude Bergeon
Önologe Benoit Toutigeac
Gründugsjahr 2014

Château Calendreau

Château Calendreau ist ein renommiertes Weingut in der berühmten Bordeaux-Region in Frankreich. Der Winzer ist stolz auf seine Tradition und sein Know-how, die er seit vielen Generationen in seine Arbeit einfließen lässt. Die Weinberge des Châteaus Calendreau erstrecken sich über 43 Hektar und sind ausgezeichnet für ihre Terroirs, auf denen die Reben perfekt gedeihen.

Auf dem Weingut werden ausschließlich qualitativ hochwertige Trauben angebaut und sorgfältig von Hand geerntet. Die Weine des Château Calendreau sind für ihre Eleganz, ihre aromatische Komplexität und ihre lang anhaltenden Aromen bekannt. Jede Flasche ist das Ergebnis einer sorgfältigen Handarbeit und der engagierten Hingabe des Winzers.

Das Weingut produziert sowohl Rotweine als auch Weißweine, darunter berühmte Appellationen wie Médoc, Haut-Médoc und Lalande de Pomerol. Diese Weine sind bei Weinkennern auf der ganzen Welt sehr beliebt und werden oft als Meisterwerke des französischen Weinbaus bezeichnet.

Wer Château Calendreau besucht, kann sich auf eine unvergessliche Weinprobe einstellen und die einzigartige Atmosphäre des Weinguts genießen. Das Weingut ist ein Muss für jeden Weinliebhaber, der die feinsten Weine aus Bordeaux probieren möchte.