Scarbolo
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Scarbolo
Beim Betreten des Weinguts Scarbolo in Lauzacco ist sofort spürbar, welch außergewöhnliches Gespür hier für die Eigenheiten des friaulischen Bodens herrscht. Unter der aufmerksamen Pflege von Michele und Lara Scarbolo gedeihen alte Rebstöcke, denen der kühle Morgennebel das Aroma von Wildkräutern einhaucht, während die Nachmittage lange Sonnenstunden schenken. Die Weine von Scarbolo – insbesondere der Pinot Grigio „Ramato“, dessen charakteristische kupferne Farbe sich wie ein verspieltes Spiegelbild des Sonnenuntergangs in Friaul präsentiert – zeigen in der Nase feinwürzige Noten von reifen Birnen, Walderdbeeren und Salbei, im Mund eine betörend saftige Struktur mit knackiger Säure und einem Hauch Mandarinenzeste im Abgang. Jeder Schluck ruft die wechselhaften Winde, das mineralische Prickeln des Schwemmlandbodens und Scarbolos feines Händchen für Balance ins Gedächtnis. Zur Erntezeit herrscht auf dem Hof eine ganz eigene Betriebsamkeit: Zwischen den Reihen wird noch viel von Hand gelesen, die Trauben kühl und sorgfältig in kleinen Körben gesammelt – ein Anblick, der sich tief einprägt.
Terroir von Scarbolo
Scarbolo arbeitet auf Böden, die einem Geschichtsbuch gleichkommen: Von eiszeitlichen Gletschern geschliffen, reich an Kies, Kalk und jahrtausendealten Mineralien, fördern sie eine eigene Präzision und Tiefe im Wein. In den kiesigen Parzellen am Fluss Torre entsteht der Sauvignon Blanc, dessen Aromenspektrum von Holunderblüte bis hin zum Duft frischgeschnittener Paprika reicht. Von den Terrassierungen der Colli Orientali stammen die Reben, die für den vielschichtigen Friulano genutzt werden. Im Frühherbst senken sich die feuchten Nebel des Flusstals über die Reihen: Ein Faktor, der die Trauben langsam, gleichmäßig reifen lässt, während die sonnigen Tage in der kühlen Nachtluft münden und so die charakteristische Frische und Finesse der Weine hervorbringen. Scarbolos Rebgärten sind kleine Ökosysteme, in denen echte Biodiversität gepflegt wird; knorrige Olivenbäume und saftige Wildblumenbänder rahmen die Weinberge ein, begleitet von einer Brise, die den salzigen Odem der nahen Adria in die Trauben trägt.
Geschichte hinter Scarbolo
Als Giò Scarbolo in den frühen 1980er Jahren als junger Visionär begann, nach den idealen Klonen für Pinot Grigio und Friulano zu forschen, galt Friaul noch als Geheimtipp unter Eingeweihten. Bald hielt eines seiner Experimente – der Pinot Grigio als traditioneller „Ramato“, auf den Schalen mazeriert und so mit zarter Röte gesegnet – Einzug in den Weinkarten der besten Restaurants Europas. Dem Vater folgten die Kinder nach, ohne den Innovationsgeist zu verlieren: Michele Scarbolo erzählt oft vom großen Jahrgang 2003, als ein ungewöhnlich trockener Sommer einen Sauvignon Blanc hervorbrachte, der durch außergewöhnlich dichte, mineralische Aromatik auffiel – ein Wein, der heute noch Gesprächsstoff in der Familie liefert. Das Weingut war schon immer ein Treffpunkt für Weinbegeisterte aus aller Welt, die von den Scarbolos herzlich empfangen und oft persönlich durch Keller und Weinberge geführt werden. Ein Idyll, in dem die Atmosphäre von aufrichtiger Handwerkskunst und warmherziger Gastfreundschaft geprägt ist, die zu jeder Flasche Scarbolo gehört.
Vinifizierung bei Scarbolo
Im Keller von Scarbolo wird Handwerk mit technischer Präzision verbunden: Die Trauben werden frühmorgens gepflückt, um ihre lebendige Frische und Aromatik möglichst unversehrt in den Keller zu bringen. Für den Pinot Grigio „Ramato“ legen die Trauben mehrere Stunden auf der Maische – ein altes Verfahren, das dem Wein seine schmeichelnde Farbe, feinen Gerbstoff und würzige Tiefe verleiht. Für den Sauvignon und Friulano sorgt eine kühle, langsame Gärung im Edelstahl für glasklare, rebsortentypische Akzente, während kräftigere Rote wie Merlot in französischen Holzfässern auf der Feinhefe reifen und so ihr volles Potenzial an Würze und samtigem Tannin entfalten. Scarbolo experimentiert immer wieder mit Begrünung, sanfter Bodenbearbeitung und dem Einsatz von autochthonen Hefen
Weitere Informationen
| Name | Scarbolo |
|---|---|
| Webseite | http://www.scarbolowines.com |
| Inverkehrbringer | Az. Agr. Scarbolo, Viale Grado 4/3, Pavia di Udine / Italy |
| Anbaufläche in Hektar | 30 ha |
| Gründer | Valter Scarbolo |
| Eigentümer | Valter Scarbolo |
| Önologe | Mattia Scarbolo |
| Gründugsjahr | 1957 |
Scarbolo
Scarbolo ist ein renommierter Winzer aus der Region Friaul in Norditalien. Seine Weine sind bekannt für ihre Eleganz, ihren Charakter und ihre hohe Qualität. Die Weinberge des Weinguts liegen auf den Hügeln von Buttrio und Manzano, die ideal für den Anbau von Weißweinsorten wie Sauvignon Blanc, Pinot Grigio und Chardonnay sind.Das Weingut Scarbolo blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1930 produziert die Familie Scarbolo Weine auf ihrem Land, das inzwischen auf 42 Hektar gewachsen ist. Durch den respektvollen Umgang mit der Natur und modernste Technik hat das Weingut einen Ruf als Vorreiter in der Weinwelt erworben. Der Winzer verwendet ausschließlich handgelesene Trauben und setzt auf eine schonende Weinbereitung, die die natürlichen Aromen und Geschmacksnoten der Trauben bewahrt.
Das Ergebnis sind exzellente Weine, die sich durch ihre aromatische Komplexität, eine feine Säurestruktur und ein ausgezeichnetes Alterungspotential auszeichnen. Neben den klassischen Weißweinen produziert das Weingut auch Rotweine wie Merlot und Cabernet Sauvignon, die sich durch ihre Fülle und Tanninstruktur auszeichnen.
Wer auf der Suche nach erstklassigen Weinen in bester Qualität ist, sollte sich definitiv die Produkte des Weinguts Scarbolo aus Friaul genauer anschauen. Hier treffen Tradition, Fachwissen und Innovationsgeist zusammen und sorgen für ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.



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