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Salicutti

Im Herzstück der südlichen Hänge von Montalcino liegt das Weingut Salicutti, dessen Weine dem Kenner längst als Geheimtipp dienen. Schon beim ersten Rundgang durch die sorgfältig angelegten Parzellen spürt man die gelassene Konzentration, mit der hier gearbeitet wird. Besonders der Brunello Piaggione, dessen 2016er Jahrgang einst eine kühlende Septemberbrise in das Lesegut brachte, bleibt unvergessen: In der Nase kühle Kirsche, ein Hauch von Thymian und nasses Gestein, am Gaumen vibrierend, straff, mit einer seidigen Tanninstruktur, wie sie nur aus Sangiovese auf diesen Böden wachsen kann. In jeder Flasche Salicutti klingt die stille Energie der Weinberge nach, gepaart mit jener eleganten Zurückhaltung, die große toskanische Weine auszeichnet. Dieses Weingut ist mehr als ein Name – es ist Ausdruck eines Ortes, einer Philosophie und einer sehr behutsam gepflegten Rebkultur, die stets das Terroir in den Vordergrund stellt.

Salicutti

Terroir von Salicutti

Die Weinberge von Salicutti schmiegen sich wie grüne Terrassen an eine Hanglage mit südöstlicher Ausrichtung und blicken morgens auf einen Schleier aus Nebeln, der langsam von der Wärme des Monte Amiata vertrieben wird. Besonders bemerkenswert ist das Bodenprofil: Kalkhaltiger Lehm mit Ton und vereinzelten Schieferadern, die das Wasser fein dosieren und den Reben über die Sommermonate hinweg ein mineralisch geladenes Fundament bieten. Eine kühle Luftströmung aus den nahen Wäldern sorgt für die langsame, ausgewogene Reife der Sangiovese-Trauben. Mitunter entdeckt man zwischen den Rebzeilen noch fossile Muschelschalen – stille Zeugen eines uralten Meeres, dessen Geschichte im salzig-herben Nachhall der Brunello zu schmecken ist. Der biologische Weinbau wird hier nicht als Etikett verstanden, sondern ist in jeder Tagesarbeit spürbar: Begrünung zur Erosionsvermeidung, nachhaltige Bodenpflege und gezielte Laubarbeit tragen zu ausdrucksstarken, vielschichtigen Weinen bei, deren feine Würze und ungemein klare Frucht stets ein Echo dieses besonderen Ortes bleiben.

Salicutti

Geschichte hinter Salicutti

Jeder, der Salicutti besucht, spürt schnell: Dieses Weingut lebt von den Details und seiner unaufgeregten Präzision. Gegründet in den frühen 1990er-Jahren von Francesco Leanza, einem versonnenen Geist mit einem Faible für Qualität im Kleinen, begann die Weinbergsarbeit hier mit einer in Montalcino seltenen Akribie – jede Parzelle wurde mit Hand und Verstand lesbar gemacht. Die ersten Jahrgänge – etwa der 1995er – setzten sofort flankierende Schlaglichter in Verkostungen: Während der Brunello vieler Produzenten noch rustikal wirkte, glänzte Salicutti mit einer Finesse, die Kritiker wie lokale Gastronomen aufhorchen ließ. Legendär bleibt die Anekdote vom verregneten Jahr 2002, als ein einziger gesunder Brunello-Fasskeller in ganz Montalcino der von Salicutti war – dank penibler Traubenselektion und schonender Vinifikation. Nach Leanzas Rückzug wird das Weingut heute von einem engen Team geführt, das seine Philosophie kompromisslos weiterverfolgt: Weine, die niemals Mainstream, immer fokussiert und zutiefst vom Ort geprägt bleiben.

Salicutti

Vinifizierung bei Salicutti

Jede Flasche bei Salicutti ist Ergebnis geduldiger, respektvoller Weinbergsarbeit und kompromissloser Kellerkunst. Die Handlese erfolgt an kühlen Vormittagen, jede Beere wird vor Ort kontrolliert, bevor sie in offene Gärstände kommt. Die Gärung verläuft fast immer spontan, angestoßen von den natürlichen Hefen, die auf den Traubenhäuten haften – so bleibt das Aromenspektrum komplex und individuell vom Jahrgang ausgestattet. Nach langen Standzeiten auf der Maische – je nach Parzelle zwölf bis vierzig Tage – werden die Weine behutsam in Fässer aus französischer oder slawonischer Eiche gelegt, die in ihrer Toastung genau auf das jeweilige Lesematerial abgestimmt sind. Die anschließende Reife – beim Brunello mindestens drei Jahre, oft deutlich länger – bringt Weine hervor, die von schwebender Kraft und Durchdringung sind. Filtration erfolgt nur äußerst behutsam, um Textur und Ausdruck nicht zu verlieren. Das

Weitere Informationen

Name Salicutti
Webseite https://www.salicutti.it
Inverkehrbringer Podere Salicutti, Loc. Pod. Salicutti 174, 53024 Montalcino / Italy
Anbaufläche in Hektar 11 ha
Gründer Francesco Leanza
Eigentümer Michael Albeck
Önologe Franco Bernabei
Gründugsjahr 1990

Salicutti

Salicutti ist ein renommierter Winzer aus der Toskana, dessen Weine für ihre hohe Qualität und Eleganz bekannt sind. Der Betrieb wird von Francesco Leanza geleitet, der das Weingut mit viel Leidenschaft und Engagement führt. Die Rebflächen sind auf 11 Hektar in der Montalcino-Region und umfassen eine Vielzahl von Rebsorten wie Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot.

Die Weinberge von Salicutti profitieren von der günstigen Lage in der Nähe des Tyrrhenischen Meeres und des Monte Amiata, die für das ideale Klima sorgen. Der Fokus des Weinguts liegt auf der Produktion von Brunello di Montalcino, einem der berühmtesten Weine Italiens. Die Vinifikation erfolgt auf traditionelle Weise, wobei die Trauben von Hand geerntet und schonend verarbeitet werden.

Die Weine von Salicutti zeichnen sich durch ihre Finesse und Komplexität aus, mit ausgeprägten Aromen von roten Früchten, Gewürzen und Kräutern. Durch die Lagerung in Eichenfässern gewinnen die Weine an Struktur und Tiefe, was zu einem lang anhaltenden Abgang führt.

Salicutti ist ein Weingut, dessen Ruf weit über die Grenzen Italiens hinausgeht. Die Weine sind bei Experten sehr geschätzt und gehören zu den besten der Region. Ein Besuch des Weinguts lohnt sich daher nicht nur für Weinliebhaber, sondern auch für alle, die die Schönheit der landschaftlichen Toskana erleben möchten.