Pupille

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Weine von Pupille sind weit mehr als ein Geschmacksversprechen aus der Toskana – sie verkörpern eine unverkennbare Handschrift, die ausschließlich der Maremma-Region entspringen kann. Bei einem Spaziergang durch die sanft geschwungenen Rebgärten, wenn im Frühjahr die Wildkräuter zwischen den Zeilen duften, spürt man unmittelbar, wie eng Verwurzelung und Individualität hier verbunden sind. Besonders hervorzuheben ist der Morellino di Scansano: Im Glas leuchtend rubinrot, entfaltet er ein Bouquet von reifen Kirschen, mediterranen Kräutern und feinen Gewürznoten. Am Gaumen zeigt der Wein eine lebendige Frische und seidige Tannine, begleitet von einer subtilen Salzigkeit – eine direkte Reflexion der Maremma-Böden und des nahegelegenen Meeres. Jedes Glas aus der Pupille-Kellerei erinnert an einen jener lauen Sommerabende, an denen Winzer Antonio Pupille bei aufziehender Dämmerung kleine Anekdoten über vergessene Jahrgänge und abenteuerliche Ernten teilt. Hier spürt man: Dies sind Weine, die Wissen, Geduld und die besondere Liebe zur Landschaft atmen.

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Terroir von Pupille

Das Terroir der Pupille-Rebgärten besitzt eine faszinierende Vielfalt, die Toskana-Liebhaber immer wieder ins Schwärmen versetzt. Besonders eindrucksvoll ist die Patchwork-Landschaft der Böden: Hier wechseln sich karge, kalkhaltige Schichten mit eisenhaltigen, roten Lehmböden ab. Diese Bodenmosaike, durchzogen von alten Olivenhainen und bewachsenen Trockenmauern, ermöglichen den Reben eine erstaunliche Aromenausbildung. Die Hügellage auf rund 350 Metern über dem Meer bringt nicht nur Abkühlung in heißen Sommermonaten, sondern auch eine stete, fast salzige Brise vom Tyrrhenischen Meer – ein klimatischer Segen, der die Trauben vor Überreife schützt und ihnen eine vibrierende, frische Säure verleiht. Selten schmeckt man die mineralische Prägung einer Weinbaulandschaft so klar wie bei Pupille. Besonders nach einem sommerlichen Regenschauer, wenn die Steine des Weinbergs dampfen, treten diese Aromen in den Weinen fast schon sinnlich hervor.

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Geschichte hinter Pupille

Die Geschichte von Pupille ist tief mit dem Dorf Pitigliano verwoben, dessen Felsen sich in der Abendsonne bernsteinfarben verfärben – ein Bild, das wohl jedem Besucher im Gedächtnis bleibt. Als Antonio Pupille vor drei Jahrzehnten nach einer abenteuerlichen Lehrzeit durch Bordeaux und das Burgund zurückkehrte, brachte er nicht nur neue Fassideen mit, sondern auch ein verblüffendes Gespür für die Eigenheiten seiner Heimatweinberge. Besonders erinnerungswürdig bleibt das schwüle Jahr 2003: Während viele Nachbarn kapitulierten, behielt Antonio trotz drohender Trockenheit die Nerven und wurde mit besonders ausdrucksstarken Sangiovese-Trauben belohnt. Seitdem gilt die Philosophie „weniger ist mehr“ – Intervention auf das Nötigste beschränkt, das Handwerk steht stets über dem kurzfristigen Modetrend. Freundschaften mit lokalen Olivenbauern und unzählige Abende mit alten Freunden aus der Region bilden das Fundament dieses persönlich geprägten Weinguts.

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Vinifizierung bei Pupille

Die Arbeit im Keller und Weinberg von Pupille ist geprägt von der tiefen Überzeugung, dass wahrer Wein im Weinberg entsteht. Antonio Pupille und sein kleines Team setzen auf natürliche Begrünung zwischen den Rebzeilen, verzichten konsequent auf Herbizide und vertrauen auf den nächtlichen Wind als besten Schutz gegen Krankheiten. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, oftmals in den kühlen Morgenstunden, wenn die Trauben noch vom leichten Meeresnebel geküsst sind. Im Keller treffen alte und neue Welten aufeinander: Die traditionelle Maischegärung im offenen Bottich bewahrt Frische und Authentizität der Frucht, während der Ausbau in gebrauchten Tonneaux und – besonders für den Morellino – in alten Kastanienfässern den Weinen wohltuende Struktur ohne zu viel Holzeinfluss verleiht. Die Schönung erfolgt mit natürlichem Bentonit, auf Filtration wird, wenn möglich, verzichtet. Im Ergebnis entstehen charaktervolle Weine, deren Komplexität und Balance stets an die unverwechselbare Landschaft erinnern, die sie hervorgebracht hat.

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Name Pupille
Inverkehrbringer Stecher & Krahn GmbH, Max-Planck-Straße 1, 53501 Grafschaft
Anbaufläche in Hektar 49 ha
Gründugsjahr 1993