Pranzegg
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2015
Fuori Serie MMXV, rosso
PranzeggItalien
Trentino-SüdtirolRotweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_10214 Rebsorten: Blauer Trollinger Alkoholgehalt: 12.0%Vol. -
2019
Laurenc
PranzeggItalien
Trentino-SüdtirolRotweinfrisch & fruchtigArtikelnummer: 15_09678 Rebsorten: Lagrein Alkoholgehalt: 12.5%Vol. -
2019
Campill
PranzeggItalien
Trentino-SüdtirolRotweinfein & aromatischArtikelnummer: 15_08413 Rebsorten: Blauer Trollinger Alkoholgehalt: 12.0%Vol. -
2018
Campill
PranzeggItalien
Trentino-SüdtirolRotweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_05985 Rebsorten: Blauer Trollinger Alkoholgehalt: 12.0%Vol.
Pranzegg
Zwischen den sonnigen Steilhängen oberhalb von Bozen entfaltet Pranzegg eine faszinierende Weinwelt, deren Einzigartigkeit sich unmittelbar im Glas spüren lässt. Wer jemals in den von Kräutern und wilden Gräsern durchzogenen Weinbergen gestanden hat, ahnt, weshalb hier kein Wein dem anderen gleicht. Ein Paradebeispiel: der „Vermatsch“, ein Vernatsch, der betörend nach Kirsche, Hagebutte und getrockneten Kräutern duftet – zart und doch mit packender Energie am Gaumen, getragen von einer beeindruckenden salzigen Frische, die man nur aus diesen porphyrhaltigen Lagen kennt. Besuchern bleibt oft das Bild von Martin Gojer in Erinnerung, wie er nach getaner Laubarbeit noch Barfuß durchs Gras läuft, mit Erde an den Händen und einem leisen Lächeln, weil er spürt, dass die Reben die Geschichte des Bodens aufnehmen und weitergeben. Die Weine von Pranzegg sind niemals glatt und beliebig – sie erzählen mit jeder Flasche vom alpinen Südtirol, von Wind, Sonne und einer stillen Leidenschaft für das Echte.
Terroir von Pranzegg
Die Weinberge von Pranzegg krallen sich förmlich an die Hänge über der Stadt Bozen, eingebettet zwischen felsigem Porphyr und leuchtendem Dolomitkalk. Auf nur wenigen Hektar, deren Parzellen von uralten Trockenmauern gesäumt werden, prägt das Terroir eine ungemein eigenständige Stilistik: Der rote, stark verwitterte Porphyr sorgt für Druck und mineralische Tiefe, während leichte Kalkadern Frische und Eleganz schenken. In den Nächten streichen kühle Fallwinde aus den Dolomiten durch die Reben – sie lassen die Temperatur teils um 20 Grad sinken und bewahren so Aromenvielfalt und feinziselierte Säure. Die geringe Parzellengröße, und der Umstand, dass in jedem Weinberg ein eigenes kleines Ökosystem gepflegt wird – voller Schmetterlinge, Insekten und sich wild rankender Kräuter –, verleiht den Pranzegg-Weinen eine fast tänzelnde Lebendigkeit. Wer sie einmal mit Blick auf die abendrote Rosengartengruppe verkostet hat, wird diesen Moment nicht mehr vergessen.
Geschichte hinter Pranzegg
Die Geschichte von Pranzegg ist untrennbar verbunden mit dem Wechselspiel aus Althergebrachtem und radikal Neuem, das Südtirols Szene bis heute prägt. Die Familie bewirtschaftete jahrzehntelang Mischkulturen, wie es in Bozen und Umgebung üblich war – oft teilten sich Weinreben die steilen Hänge mit Apfelbäumen und Gemüsebeeten. Mit dem Eintritt von Martin Gojer begann ein neuer Takt: Inspiriert von biodynamischen Winzern aus dem Burgund und dem Piemont, krempelte er in den 2000er Jahren den Betrieb komplett um. Legendär bleibt das Jahr, als Martin, entgegen vieler Warnungen, einen alten, fast vergessenen Vernatsch-Weingarten einer behutsamen Reberziehung unterzog – der daraus entstandene Wein wurde schnell zum Geheimtipp anspruchsvoller Sommeliers von Hamburg bis Verona. Seither steht Pranzegg für handwerklich erzeugte, naturnahe Weine, die kompromisslos auf Herkunft und Charakter setzen und dabei tief im Südtiroler Lebensgefühl verwurzelt sind.
Vinifizierung bei Pranzegg
Die Kellerarbeit bei Pranzegg grenzt traditionell ans Puristische: In den niedrigen Steingewölben in Hanglage beginnt die Weinbereitung mit langen, offenen Maischestandzeiten – hier darf jede Beerenhaut, jeder Strunk seine Geschichte erzählen. Die Vergärung erfolgt ausschließlich spontan durch wilde Hefen, Zugaben von außen sind geradezu verpönt. Im Ausbau dominiert eine verblüffende Vielseitigkeit: Während die roten Lagrein im großen Holzfass reifen und dabei ihre kantige Struktur abrunden, findet man Weissweine, wie den faszinierenden „Caroline“, die Monate auf der Vollhefe in Ton-Amphoren lagern und eine schmeichlerische Textur entwickeln. Besonders in schwankenden Jahrgängen – etwa 2014, als der Sommer verregnet war und viele Kollegen aufgaben – setzte Pranzegg auf Geduld, selektive Handlese und ließ manche Weine erst Jahre später frei. Hier entstehen keine Show-Weine, sondern Charakterköpfe, die Zeit, Luft und Aufmerksamkeit verlangen – und diese mit Tiefe und Persönlichkeit belohnen.
Weitere Informationen
| Name | Pranzegg |
|---|---|
| Webseite | https://pranzegg.com |
| Inverkehrbringer | Weingut Pranzegg, Kampennerweg 8, 39100 Bolzano / Italy |
| Anbaufläche in Hektar | 6 ha |
| Gründer | Martin Gojer |
| Eigentümer | Martin Gojer |
| Önologe | Martin Gojer |
| Gründugsjahr | 2009 |



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