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Nicola Bergaglio

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Nicola Bergaglio

Wer durch die Rebzeilen bei Nicola Bergaglio im südlichen Piemont spaziert, spürt sofort das besondere Mikroklima, das hier herrscht – milde Brisen von den Ligurischen Alpen, warme Sonnentage und kühle Nächte schaffen ein Spannungsfeld, das man im Glas erschmecken kann. Der Fokus bei Bergaglio liegt seit Jahrzehnten auf Cortese, jener weißen Rebe, die sich im Gavi zu ihrer knisterndsten Form aufschwingt. Bei einer Probe im Spätsommer lässt sich das kristallklare Profil des Gavi di Gavi beinahe mit den Händen greifen: Zitronenzeste, reifer gelber Apfel, ein Hauch von Fenchel, und am Gaumen eine salzige, beinahe kreidige Mineralität, die sofort den Appetit anregt. Für viele Winzer ist Wein einfach ein Produkt – für Nicola Bergaglio ist er der erzählerische Ausdruck seines Bodens, seiner Geschichte und der täglich erlebten Passion. Besonders in den Lagen „Fornaci“ oder „Rovereto“ gelingt es, dem Gavi Struktur, Substanz und gleichsam tänzerische Leichtigkeit zu verleihen. Einmal stand während der Ernte der alte Vater Bergaglio schweigend am Rand und musterte die Trauben. „Dies ist der Ton des Bodens, nicht der Traube“, sagte er und reichte einen frisch gepflückten Cortese-Cluster – ein Biss, zwischen Saftigkeit und messerscharfer Frische, wie der Wein selbst.

Nicola Bergaglio

Terroir von Nicola Bergaglio

Die Hügellandschaft von Gavi, in der Nicola Bergaglio seine Parzellen bewirtschaftet, ist ein Paradies für akribische Winzer. Die Böden wechseln von purer Kreide zu verwittertem Mergel und verleihen den Cortese-Trauben eine unverkennbare Spannung und Tiefe. Deutlich spürbar ist das Wechselspiel zwischen feuchter Nachtluft und den Sonnenstunden, denen die Weingärten ausgesetzt sind. Gerade die Parzellen um Tassarolo sind geprägt von einer besonderen Bodenvielfalt – dort stößt man beim Umgraben auf weißlich glänzende Kalkadern, durchzogen von feinkörnigem Sand. Dieses Mosaik spiegelt sich auch im Wein: Es entsteht ein Spiel aus Frische, Würze und dieser charakteristischen, fast salzigen Note, die an den Geruch eines Sommerregens auf warmem Stein erinnert. Jeder Schluck des „Gavi di Gavi” wirkt wie eine Einladung, das Terroir von Gavi Schluck für Schluck zu verstehen.

Nicola Bergaglio

Geschichte hinter Nicola Bergaglio

Das traditionsbewusste Weingut Nicola Bergaglio steht sinnbildlich für einen der mutigsten Schritte im italienischen Weinbau: Als andere noch Mischweinberge anbauten, setzte die Familie schon früh alles auf die meist unterschätzte Cortese – entgegen dem damaligen Trend. Die Entscheidung lohnte sich spätestens mit dem Jahrgang 1978, der nach einem goldenen Herbst als einer der komplexesten und langlebigsten Gavis der ganzen Denomination in die Bücher einging. Die Erinnerung an diesen besonderen Herbst – Regen bis in den September, dann vier Wochen makelloser Sonnenschein – hallt noch heute in den Erzählungen der Bergaglios nach. Bis heute pflegen sie einen Geist der Neugier, etwa mit spontaner Vergärung in ausgewählten Jahren oder der Nuancierung der Stilistik durch parzellengetrennte Vinifikation. In der kleinen Familie werden Verantwortung und Weinwissen vom Vater auf Sohn und Tochter weitergegeben, die gemeinsam im Keller und den Reben stehen. Jeder Wein ist somit auch ein Stück erzählte Familiengeschichte – und jedes Glas ein Einblick in die Entwicklung des modernen Gavi.

Nicola Bergaglio

Vinifizierung bei Nicola Bergaglio

Die Kunst der Vinifikation bei Nicola Bergaglio besteht darin, jeder Parzelle und jedem Jahrgang eine Bühne für die eigene Persönlichkeit zu bieten. Die Trauben werden mit der Hand gelesen, oftmals bereits am frühen Morgen, um die Kühle des Tages zu bewahren. Ein Teil des Mosts erhält eine kurze Maischestandzeit, um die Ausdruckskraft der Cortese voll auszuschöpfen. Vergoren wird bei niedriger Temperatur im Edelstahltank, um Frische und die von vielen so geschätzte, klare Zitrusfrucht zu erhalten. Interessant: In den besten Jahren gönnt Bergaglio ausgewählten Chargen einen Ausbau „sur lie“ über mehrere Monate, was dem Wein eine bemerkenswerte Tiefe und einen Hauch von Brioche verleiht. Chemische Eingriffe im Keller sind hier seit jeher verpönt – was zählt, sind Gespür für den Jahrgang, Erfahrung der Familie

Weitere Informationen

Name Nicola Bergaglio
Webseite http://www.nicolabergaglio.it/
Inverkehrbringer Nicola Bergaglio, Località Pedaggeri 59, Frazione Rovereto - 15066 - Gavi (AL), Italien
Anbaufläche in Hektar 11 ha
Gründer Nicola Bergaglio
Eigentümer Nicola Bergaglio
Önologe Simone Nicola Bergaglio
Gründugsjahr 1950

Nicola Bergaglio

Nicola Bergaglio ist ein renommierter Produzent aus Piemont in Norditalien, der sich auf die Herstellung von hochwertigen Weinen spezialisiert hat. Seine Weingüter erstrecken sich über die sonnenverwöhnten Hügel der Region und sind bekannt für ihre einzigartigen Terroir-Bedingungen, die hervorragende Trauben hervorbringen.

Bergaglio legt großen Wert auf die sorgfältige Auswahl und Verarbeitung seiner Trauben, um Weine von höchster Qualität und Finesse zu produzieren. Er verwendet dabei ausschließlich natürliche Methoden und erlaubt seinen Weinen, sich auf natürliche Weise zu entwickeln und zu reifen.

Sein Portfolio umfasst eine breite Palette an Weinen, von frischen und fruchtigen Weißweinen bis hin zu kräftigen und komplexen Rotweinen. Besonders bekannt sind seine Barbera-Weine sowie sein Gavi DOCG, der zu den besten Weißweinen Italiens gehört.

Bergaglio hat es geschafft, die Tradition und den Charakter der Piemonteser Weine mit modernen Techniken und Entwicklungen zu kombinieren. Seine Weine wurden bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen gewürdigt und sind bei Weinliebhabern weltweit hochgeschätzt.