Huré Frères
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Huré Frères
Kaum ein Spaziergang durch die goldenen Hügel des Montagne de Reims ist so sinnlich wie jener, der an den Rebzeilen von Huré Frères entlangführt. Dieses Haus versteht es, die Champagne zu erzählen – mit Flaschen, die den Duft feuchter Kreide, von weißen Blüten und frischer Brioche in sich tragen. Der „Invitation“ etwa, so klar und fordernd wie der erste Sonnenstrahl eines Spätsommertags, spielt am Gaumen mit Aromen von gelbem Apfel, Hefegebäck und einer feinen, salzigen Mineralität, direkt aus dem Herzen der Böden gegriffen. Im Glas entfaltet sich ein lebhaftes Mousseux – das Ergebnis einer respektvoll zurückhaltenden Dosage und Geduld im Keller. Wer einmal miterleben durfte, wie Jean-Philippe Huré am frühen Morgen unter den uralten Kirschbäumen des Weinguts einen frisch degorgierten Champagner öffnet, vergisst die gläserne Klarheit und die subtile Energie dieser Weine nie wieder.
Terroir von Huré Frères
Das Terroir von Huré Frères ist mehr als nur ein Mosaik aus Parzellen – es ist ein subtiles Geflecht aus Kreidefelsen, kalkhaltigem Lehm und sandigen Einschlüssen, das den Weinen eine fast salzige Finesse verleiht. In Ludes, im nördlichen Teil der Montagne de Reims, sind die Wurzeln der Reben gezwungen, tief einzudringen – ein täglicher Kampf um Wasser und Nährstoffe, der sie wappnet für kühle Nächte und leuchtende Augusttage. Gerade während der Erntezeit legt sich oft ein seidenfeiner Nebel über die Täler, der am Mittag den Blick auf die Rebzeilen wieder freigibt. Besonders die Lagen „Les Blanches Voies“ und „Monts de Tours“ bringen einen Pinot Meunier hervor, der mit überraschend würzigen Noten und filigraner Säure punktet – unverwechselbar geprägt vom Wechselspiel aus Mikroklima und jahrtausendealtem Gestein.
Geschichte hinter Huré Frères
Mit dem Jahr 1960 als Gründungsdatum hebt sich Huré Frères nicht durch historische Legenden, sondern durch konsequente Eigenständigkeit und stille Beharrlichkeit hervor. Jean-Marie Huré, ein Mann, der lieber im Weinberg als im Rampenlicht stand, legte den Grundstein für den unverwechselbaren Stil des Hauses – geprägt von sorgfältiger Handarbeit und einer tiefen Wertschätzung für die Eigenheiten jeder Parzelle. Die Brüder François, Pierre und Jean-Philippe sind noch heute oft zwischen den Rebzeilen anzutreffen; ihre Leidenschaft zeigt sich zum Beispiel, wenn sie an langen Herbstabenden im Keller gemeinsam an der Assemblage grübeln – jeder Tropfen wird diskutiert, jeder Jahrgang zelebriert. Noch erzählen ältere Dorfbewohner die Geschichte vom beinahe vergessenen 1996er-Jahrgang, den Jean-Marie einst zurückhielt, weil der Grundwein nicht seinem Anspruch entsprach – heute ist dieser Wein unter Liebhabern ein gesuchter Schatz.
Vinifizierung bei Huré Frères
Im Keller von Huré Frères trifft sensible Handarbeit auf ein feines Gespür für das richtige Maß. Die Trauben werden bei kühlem Morgengrauen von Hand gelesen, oft ist der Tau noch auf den Blättern, wenn die ersten Kisten im Presshaus ankommen. Die Vinifikation erfolgt parzellengetrennt, in kleinen Edelstahltanks und Burgunderfässern, wodurch jede Charakteristik des Bodens und der Rebsorte individuell zur Geltung kommt. Eigenhefen aus den Weinbergen verleihen den Grundweinen ihre aromatische Tiefe; im Anschluss folgt eine verlangsamte Gärung bei niedrigen Temperaturen, um die Frische und Komplexität zu bewahren. Besonders markant ist die lange Hefelagerung – oft deutlich über die gesetzlichen Mindestszeiten hinaus: So gewinnen die Weine jene seidige Perlage und den cremigen Körper, der einen Champagner von Huré Frères im Gedächtnis hält. Jede Cuvée wird erst dann freigegeben, wenn sie Ausdruckskraft, Balance und Trinkfreude miteinander vereint – ganz ohne Dogma, aber mit spürbarer Überzeugung.
Weitere Informationen
| Name | Huré Frères |
|---|---|
| Webseite | https://www.hure-freres.com/ |
| Inverkehrbringer | Huré Frères, 2, Impasse Carnot , 51500 Ludes / France |
| Anbaufläche in Hektar | 10 ha |
| Gründer | Huré Frères wurde 1930 von Paul Huré gegründet. |
| Eigentümer | Huré Frères. |
| Önologe | François Huré |
| Gründugsjahr | 1950 |



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