Hajszan Neumann
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2022
Natural Traminer
Hajszan NeumannÖsterreich
WienWeißweinfrisch & fruchtigArtikelnummer: 15_10319 Rebsorten: Roter Traminer Alkoholgehalt: 12.0%Vol. -
2021
Natural Zweigelt
Hajszan NeumannÖsterreich
WienRotweinfruchtig & aromatischArtikelnummer: 15_10717 Rebsorten: Blauer Zweigelt,Cabernet Sauvignon Alkoholgehalt: 13.5%Vol.
Hajszan Neumann
Mitten in Wien, dort wo die sanften Hügel des Nussbergs in die Stadt übergehen, verwirklicht Hajszan Neumann eine ganz eigene Vision urbanen Weinbaus. Wer durch die von Trockensteinmauern gesäumten Weingärten streift, spürt sofort: Hier wird nach Prinzipien gearbeitet, die weit über das Übliche hinausgehen. Die Rebstöcke stehen wild und vital, zwischen wilden Kräutern und spontanem Bewuchs – die Weinvielfalt reicht vom traditionellen Wiener Gemischten Satz bis zu fokussierten Lagenweinen. Besonders beeindruckend ist, wie das Weingut Biodynamik im städtischen Kontext aktiviert. Die Weine entstehen fast wie nebenbei, aus dem Dialog zwischen Mensch, Rebe und Boden – stets mit einer erfrischenden Offenheit gegenüber Neuerungen, aber immer auf Augenhöhe mit der Natur. Wer einmal einen Gemischten Satz von Hajszan Neumann im Glas hatte, erinnert sich an das Spiel aus Duft, Kräutern und Saftigkeit – ein echtes Wiener Unikat, das die Stadt im Aroma trägt.
Terroir von Hajszan Neumann
Der Nussberg, Herzstück vieler Hajszan Neumann-Weine, ist eine geologische Rarität: Unter einer sanften Lössdecke lagert uralter Muschelkalk, durchsetzt von sandigen Einlagen. Hier entstehen die wie durch ein Brennglas fokussierten Mineralnoten, die den Weinen Frische und Länge verleihen. An windigen Tagen flirrt die Luft zwischen den Rebzeilen, getragen vom Wechselspiel aus Donau und Wiener Wäldern – das ergibt kühle Nächte, die Aromenvielfalt und Säure balancieren. Besonders an einem Nachmittag im späten September, wenn die Ernte bevorsteht und die Sonne schon tiefer steht, zeigt sich der Einfluss des Terroirs: Die Trauben schmecken nach Kräutern, weißem Pfeffer, reifem Kernobst. Es ist, als würde der Boden Geschichten erzählen, die sich in jedem Tropfen wiederfinden; der Wiener Nussberg wird so zum Sprachrohr der Landschaft und nimmt jede Nuance ins sensorische Gedächtnis des Jahres auf.
Geschichte hinter Hajszan Neumann
Die Wurzeln von Hajszan Neumann gründen nicht in uralten Familientraditionen, sondern im unternehmerischen Mut, Wiener Weinbau neu zu denken. Als Fritz Wieninger Anfang der 2000er-Jahre die Weingüter Hajszan und Neumann zusammenbrachte, entstand aus Synergien zweier Individualisten ein Ort, der die Grenzen des Möglichen im urbanen Wein neu auslotet. Die Entscheidung, nicht nur biologisch, sondern biodynamisch zu arbeiten, war ein konsequenter Schritt – und zugleich eine Experimentierwiese. Unvergessen bleibt der Jahrgang 2013, als spontanvergorene, fast wilde Weine Begeisterung wie auch Debatten auslösten. Wer heute mit dem Team im alten Heurigenkeller sitzt, hört Geschichten über kompromisslose Handlese bei strömendem Regen oder das Glänzen in den Augen, wenn nach einem schwierigen Jahr doch ein Wein entsteht, der sämtliche Mühen rechtfertigt. Die Menschen hinter den Weinen – allen voran der stille Lenker Fritz Wieninger – verstehen sich als Vermittler zwischen Natur und Stadt, Wein und Genießer.
Vinifizierung bei Hajszan Neumann
Die Vinifikation bei Hajszan Neumann ist geprägt von sensorischer Wachheit und Experimentierfreude. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, oft in mehreren Durchgängen, damit jede Traube den Reifegrad besitzt, den das finale Weinaroma verlangt. In der Kelter duftet es nach frischem Apfel und weißem Pfirsich, während die Beeren sanft, fast zärtlich gepresst werden; das Ziel ist Eleganz, nie Extraktion um jeden Preis. Im Weinkeller stehen sowohl Edelstahl als auch alte Holzfässer bereit – entscheidend ist immer das Gefühl für den Jahrgang und die ureigene Dynamik jeder Parzelle. Spontanvergärung ist Standard, denn nur so kann sich die Persönlichkeit des Bodens ungefiltert zeigen: Das schmeckt man zum Beispiel im Wiener Gemischten Satz DAC „Nussberg“. Er öffnet sich mit Melisse und gelbem Apfel, präsentiert eine steinige, fast kühl wirkende Textur am Gaumen und bleibt dabei verspielt und lebendig. Auf Schönung oder übermäßigen Holzeinsatz wird konsequent verzichtet – es geht darum, die Eigenwilligkeit der Rebsorten zuzulassen und den Wien-Geschmack pur einzufangen.
Weitere Informationen
| Name | Hajszan Neumann |
|---|---|
| Webseite | https://www.hajszanneumann.com/ |
| Inverkehrbringer | Weingut Hajszan Neumann, Grinzinger Strasse 86, A-1190 Wien / Austria, Bio-Zertifikat: AT-BIO-402 |
| Anbaufläche in Hektar | 20 ha |
| Gründer | Fritz Wieninger |
| Eigentümer | Lenz Moser |
| Önologe | Fritz Wieninger |
| Gründugsjahr | 2007 |



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