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H. Lun

Wer einmal im Morgengrau entlang der Rebstöcke von H. Lun im Herzen Südtirols gewandert ist, spürt sofort, wie eng hier Handwerk und Natur miteinander verbunden sind. H. Lun ist nicht bloß ein Name; vielmehr prägt eine aufrichtige Verwurzelung mit der Landschaft jede Flasche, die aus der Kellerei hervorgeht. Besonders in Erinnerung bleibt der Pinot Grigio Riserva, dessen feiner Duft von reifem Pfirsich und gerösteten Mandeln bereits im Glas das alpine Panorama widerspiegelt. Am Gaumen glänzt er mit saftiger Frische, subtiler Mineralität und einer Melange aus gelben Früchten, die lang nachklingt – ein Wein, der einen an einen warmen Sommertag im Etschtal erinnert, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Dolomiten vergolden. H. Lun versteht es, die Charakteristik jeder Rebsorte einzufangen und Terroir in jede Cuvée zu übersetzen. Wer auf dem Weingut Einzug hält, kann nicht nur die Vielfalt der Weine entdecken, sondern begegnet auch Menschen mit echter Leidenschaft, deren stille Sorgfalt man mit jedem Schluck herausschmeckt.

H. Lun

Terroir von H. Lun

Zwischen schroffen Berghängen und sonnenverwöhnten Talsohlen gedeihen die Reben von H. Lun auf Böden, die man in dieser Form kaum ein zweites Mal findet: Porphyr, verwitterter Kalk, rötlicher Lehm und feiner Schotter wechseln sich in kleinen Parzellen ab. Gerade der Porphyrboden um Girlan trägt dazu bei, dass etwa der Lagrein sein tiefes, würziges Aroma entwickelt – mit Noten von Veilchen, reifer Kirsche und einer mineralischen Herbheit, die nur diese kargen, eisenhaltigen Böden schenken können. Nach regenreichen Nächten ziehen Bergwinde durch das Tal und trocknen die Reben; so entsteht ein optimales Mikroklima, das die Trauben komplex und vital ausreifen lässt. Die Gegensätze von kühlen Nächten und warmen Tagen schenken den Weinen Frische, Präzision und eine feingliedrige Struktur. H. Lun geht auf diese natürlichen Gegebenheiten bis ins Detail ein – etwa indem Parzellen für die einzelnen Rebsorten so ausgewählt werden, dass jede ihre eigene Handschrift entwickeln kann.

H. Lun

Geschichte hinter H. Lun

Als arktische Kälte das Etschtal heimsuchte und Reblausplagen manch anderen Winzer an den Rand der Verzweiflung brachten, hielt H. Lun unbeirrbar an einer Idee fest: Weine zu keltern, die nicht Trends folgen, sondern Charakter besitzen. 1840 gründete Alois Lun das Weingut am Fuße des Mendelmassivs – sein erster Lagrein wurde bald in Meran ausgeschenkt und galt als Kuriosum für die lokale Gesellschaft. Später war es die Umstellung auf den Anbau von Gewürztraminer und Pinot Noir in den 1970ern, die dem Weingut einen neuen Impuls gab und im ganzen Tal für Aufhorchen sorgte. Echte Begegnungen mit den Menschen hinter H. Lun, etwa nach der Lese, beim Probieren des jungen Weißburgunders im alten Gewölbekeller, bleiben unvergessen: Da sitzt dann der Kellermeister, öffnet eine Flasche aus einem „verrückten Jahrgang“ wie 2014, und erzählt, wie eine unerwartete Regenphase und spät einsetzender Föhn den Sauvignon Blanc zu überraschender Aromatik und Frische verhalfen. Diese Geschichten von Wetterkapriolen, klugen Entscheidungen und jahrzehntelanger Erfahrung geben den Weinen etwas Zeitloses, das man schmeckt und spürt.

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Vinifizierung bei H. Lun

Im Keller von H. Lun riecht es nach frischem Holz, Most, steinigen Böden – und nach Bedachtsamkeit. Die Trauben werden, je nach Sorte und Lage, per Hand in den frühen, noch kühlen Morgenstunden gelesen, die Selektion ist ebenso streng wie man sie nur bei echten Liebhabern des Weinbaus vorfindet. Eine Besonderheit ist die Spontanvergärung, die dem Sauvignon oder dem Lagrein ihren unverfälschten Charakter belässt. Statt schnellen Erfolgs setzen die Verantwortlichen auf ein langes Hefelager, das den Weinen Tiefe und seidigen Schmelz schenkt; die Weißweine werden teilweise im Edelstahltank, teils im Eichenfass ausgebaut, je nachdem, wie viel Struktur und Reife eine Partie erlaubt. Im Rotweinkeller ruhen Fuder und kleine Barriques nebeneinander, immer darauf bedacht

Weitere Informationen

Name H. Lun
Webseite https://www.kellereibozen.com/de/portfolio/winzer/h-lun/
Inverkehrbringer H.LUN, St.-Martin-Straße, 24, 39057 Girlan, Bozen, Italien
Anbaufläche in Hektar 35 ha
Gründer Hannes Lun
Eigentümer Hannes Lun
Önologe Kurt Rottensteiner
Gründugsjahr 1840

H. Lun

H. Lun ist ein leidenschaftlicher Winzer aus der wunderschönen Region Trentino-Südtirol in Italien. Er hat sich der Produktion von qualitativ hochwertigen Weinen verschrieben und seine Arbeit spiegelt sich in jeder Flasche wider.

Seine Weinberge, die auf den sonnigen Hängen des Etschtales liegen, sind von besonderem Mikroklima und idealen Bodenbeschaffenheiten geprägt. Hier wachsen Sorten wie Gewürztraminer, Pinot Grigio, Chardonnay, Pinot Nero und Lagrein, die H. Lun mit viel Hingabe und Liebe zum Detail bearbeitet.

Das Ziel von H. Lun ist es, Weine von höchster Qualität und Reinheit zu produzieren. Dafür verwendet er ausschließlich die besten Trauben und setzt auf innovative Technologien in der Weinproduktion. Das Ergebnis sind feine und elegante Weine, die das Terroir ihrer Herkunft perfekt widerspiegeln.

H. Lun legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Respekt vor der Umwelt. Aus diesem Grund arbeitet er bei der Weinproduktion mit natürlichen Methoden und verzichtet auf den Einsatz von chemischen Pestiziden.

Besucher des Weinguts können an Verkostungen teilnehmen und erfahren dabei aus erster Hand, wie H. Lun seine Weine produziert. Das Weingut und die umliegende Region bieten zudem die Möglichkeit für traumhafte Spaziergänge und Ausflüge, um die Gegend und ihre Schönheit zu entdecken.

Die Weine von H. Lun stehen für Leidenschaft, Qualität und Nachhaltigkeit und sind ein unverzichtbarer Teil der Weinkultur Trentino-Südtirols.