Grand Cru Classé
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2020
Château Olivier Pessac-Léognan AC
Grand Cru Classé
PrämiertFrankreich
BordeauxRotweinkomplex & reifArtikelnummer: 15_11497 Rebsorten: Cabernet Sauvignon,Merlot Alkoholgehalt: 14.5%Vol. Auszeichnungen: 12 Flaschen werden in der original Holzkiste geliefert. inkl. 19% MwSt., zzgl. VersandkostenUVP 43,52 €
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0.750l · 55,00 €/L
Grand Cru Classé
Kaum ein Wein entführt so unmittelbar in die Seele des Bordeaux wie ein Grand Cru Classé. Wer bei einem Besuch vor Ort, vielleicht beim kühlen Dunst eines Oktobermorgens, die Reihen uralter Rebstöcke zwischen Kieselstein und lockerem Lehm durchquert, versteht schnell: Hier wachsen keine gewöhnlichen Trauben. Ein typischer Grand Cru Classé spiegelt diese Herkunft mit einer Präzision wider, wie sie nur möglich wird, wenn Erfahrung, feine Handarbeit und ein einzigartiges Terroir zusammentreffen.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich das im Glas beim klassischen Médoc-Blend: Tiefdunkles Purpur, die Nase eine subtile Melange aus Cassis, Schwarzkirsche und frisch geschnittenem Zedernholz, untermalt von Graphit und Veilchen. Am Gaumen strukturierte, aber seidige Tannine, eine vibrierende Frische — etwas, das gerade Jahrgänge wie 2016 oder 2010 beispielhaft demonstrieren. Bei einer Fassprobe während eines heißen Augusts vor einigen Jahren blieb besonders die lebendige Spannung zwischen Kraft und Finesse im Gedächtnis: Die Weine schwebten mühelos zwischen herber Würze und saftiger Frucht. Für den Kenner werden solche Momente zu bleibenden Erinnerungen.
Terroir von Grand Cru Classé
Entlang der Gironde-Mündung offenbart sich ein Terroir, das an Vielschichtigkeit kaum zu überbieten ist. Kiesreiche, schottrige Böden, die in ihrer Wärme die Trauben bis weit in den Herbst mit Energie versorgen, liegen wie ein Flickenteppich über Sedimenten von Lehm, Kalkstein und Sand. Dieses Bodenspiel ist das Fundament, auf dem Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot ihre Charakterzüge entfalten – nuancenreich, elegant oder auch einmal kantig, je nach Parzelle.
Das Mikroklima ist geprägt von den zarten Meereswinden des Atlantiks, die gereifte Trauben vor Hitze schützen, und feinen Nebelschwaden, die in manchen Jahren wie ein zarter Schleier durch die Rebzeilen ziehen. Es ist diese Balance aus milder Feuchte und sonnigen Tagen, die den Grand Cru Classés zur langsamen, vollständigen Reifung verhilft — die Frucht bleibt frisch, die Aromen entwickeln Tiefe. Besonders stechen jene Parzellen hervor, die in einer leicht erhöhten Kessellage liegen: Sie erhalten weniger Frost und trotzdem reichlich Durchlüftung, ein kleiner geografischer Vorteil, der in herausfordernden Jahren entscheidend sein kann.
Geschichte hinter Grand Cru Classé
Die Geschichte der Grand Cru Classés ist keine bloße Aufzählung von Daten und Dekreten, sondern ein lebendiges Geflecht aus Menschen, Überzeugungen und nicht selten auch kleinen Zufällen. Die berühmte Einteilung von 1855 begann als Versuch, Ordnung in die Welt der großen Bordeaux-Weine zu bringen. Ursprünglich auf Anregung Napoléons III. für die Weltausstellung entstanden — mit einer Flasche Château Margaux beim Galadinner als stiller Botschafter Frankreichs.
Heute zeugen ehrwürdige Kellergewölbe von vergangenen Epochen: Der Duft alten Eichenholzes mischt sich mit Anekdoten über legendäre Kellermeister, die gegen alle Wetterwidrigkeiten mit Charme und Ausdauer ihren Stil prägten. In den 1980er Jahren etwa sorgte ein extrem frostiger Winter dafür, dass viele Rebstöcke ersetzt werden mussten. Damals trugen die Familienmitglieder selbst, mit zum Teil gefrorenen Händen, Jungpflanzen in die Parzellen ein — aus genau diesen jungen Stöcken stammen heute die Trauben für einige der lebendigsten und balanciertesten Weine des Gutes. Jede Generation schreibt ihre eigenen Kapitel in die Chronik – von sogenannten „kleinen Jahrgängen“ bis zu den großen Sternstunden wie 1961 oder kürzlich 2016.
Vinifizierung bei Grand Cru Classé
Hinter einem Grand Cru Classé steckt keine bloße Handwerkstradition, sondern eine Philosophie, die in jedem Arbeitsgang sichtbar und schmeckbar wird. Von der schwieligen Hand, die im Winter den Rebschnitt vornimmt, bis zur letzten Fassprobe im Gewölbekeller: Die Handlese ist obligatorisch, schon um jede einzelne Traube frei von Botrytis zu halten.
Nach der Lese gelangen die Beeren rasch in kleine, temperaturkontrollierte Edelstahlcuves. Oft wird jede Parzelle separat vinifiziert, sodass der jeweilige Charakter im Glas erhalten bleibt. Das
Weitere Informationen
| Name | Grand Cru Classé |
|---|---|
| Inverkehrbringer | Weingut Château Olivier F 33850 Leognan |
| Önologe | Eric Boissenot |
| Gründugsjahr | 1959 |



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