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Gölles

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Gölles

Schon beim ersten Kontakt mit den Produkten aus dem Hause Gölles offenbart sich jene besondere Tiefe, die nur durch Jahrzehnte sorgfältiger Arbeit mit regionalen Schätzen entstehen kann. Wer einmal in den Verkostungsraum tritt, bemerkt sofort den Duft reifer Äpfel und feiner Holznoten, der aus den Fässern weht – das Ergebnis einer kompromisslosen Selektion sonnenverwöhnter Früchte aus der südoststeirischen Hügellandschaft. Besonders der Apfelbrand – glasklar, mit einer feinen, floralen Nase und diesem präzisen, frischen Fruchtbogen, der sich am Gaumen zu einem eleganten Finale aus Mandel und Gewürzen öffnet – bleibt unvergessen. Der Apfel Balsamessig aus alten Sorten zeigt, wie meisterhaft Gölles Säure, Süße und Aromatik in Balance bringt und ist längst zum Geheimtipp anspruchsvoller Küchenchefs avanciert. Ein Besuch bei Gölles ist ein sinnliches Erlebnis, das auch eingefleischte Puristen für Essig und Brände begeistert.

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Terroir von Gölles

Die südoststeirische Landschaft rund um die Riegersburg vermag in den frühen Morgenstunden zu verzaubern: Nebelschwaden ziehen über die Streuobstwiesen, während die kargen, vulkanischen Böden eine ganz besondere Mineralik und Ausdruckskraft an Apfel, Birne und Zwetschke weitergeben. In dieser Geografie prägen kalkreiche Lagen, wechselnde Höhenmeter und ein fast mediterranes Mikroklima die Früchte, aus denen Gölles seine Destillate gewinnt. Hier wachsen Apfelsorten wie Ilzer Rosenapfel oder Maschansker, die jedem Brand eine unverwechselbare Struktur verleihen. Die Vielfalt der Böden – von Löss über Lehm bis zu feinen Sandablagerungen – lässt die Aromen der Früchte besonders nuancenreich ausfallen. Manche Apfelbäume erreichen hier ein halbes Jahrhundert und spiegeln mit jedem Erntejahr ihren standorttypischen Charakter wider. Dieser Herkunftsbezug ist deutlich in jedem Produkt der Gölles zu schmecken.

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Geschichte hinter Gölles

Als Johann Gölles 1979 mit einer kleinen Obstpresse in einer Bretterhütte bei Riegersburg begann, glaubte kaum jemand daran, dass aus steirischem Obst einmal vielfach ausgezeichnete Brände und Essige entstehen könnten. Die frühen Jahre waren geprägt von Experimentierlust – so wird in der Familie noch heute erzählt, wie Johann bei einer nächtlichen Verkostung im Freundeskreis den ersten Apfelbrand aus Maschansker-Äpfeln präsentierte, der damals für verblüffte Gesichter sorgte. Rasch sprach sich in der Region herum, dass hier jemand an Aromen tüftelte, die das Beste des steirischen Obstbaus bannen wollten. Mit Pioniergeist wagte der Betrieb bald auch die Essigproduktion – Anfang der 1980er-Jahre war das in Österreich übrigens beinahe revolutionär: Holzfasslagerung und Sortenreinheit setzten Maßstäbe. Heute sind es Christina und David Gölles, die, auf dem Erbe ihres Vaters fußend, mit klarem Kompass nachhaltige Innovation und Respekt vor dem Lokalen in den Mittelpunkt rücken. Wer sie erlebt, spürt unmittelbar: Hier will man nicht nur Brände brennen und Essig vergären, sondern die Geschichte einer Region in jede Flasche füllen.

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Vinifizierung bei Gölles

Der Schlüssel zu Gölles’ unnachahmlichen Destillaten und Essigen liegt in der Feinabstimmung aller Details. Nur makellose, aromatisch konzentrierte Früchte gelangen nach kritischer Selektion in die Verarbeitung – etwa die Apfelernte, bei der jede Sorte getrennt gelesen wird, um ihren Charakter im Brand exakt zu bewahren. Vergoren wird kühl und langsam, um die feinen Aldehyde und Ester zu erhalten. Die Destillation erfolgt in handgefertigten Kupferbrennblasen, deren filigrane Temperatursteuerung einem Uhrwerk gleicht: So entstehen Brände, die sowohl Klarheit als auch Fülle besitzen. Besonders spannend ist die Lagerung – Eichen- und Akazienfässer geben dem Brand Struktur, Farbe und ein aromatisches Rückgrat, das ihn über Jahre hinweg entwickelt. Für Essige nutzt Gölles die aufwändige Holzfassreife – die feine Säure des Apfels oder der Birne balanciert nach Jahren im Fass mit einem unglaublichen Aromenspektrum aus Trockenfrüchten, Honig und feinen Kräuternoten. Dieser Respekt vor Frucht und Zeit, gepaart mit technischer

Weitere Informationen

Name Gölles
Webseite https://goelles.at
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Anbaufläche in Hektar 120 ha
Gründer Alois Gölles
Eigentümer Gölles GmbH & Co KG
Önologe David Gölles
Gründugsjahr 1979