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Clara Marcelli

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Clara Marcelli

Jeder Besuch bei Clara Marcelli in den sanften Marken-Hügeln gleicht einer Reise zu den Ursprüngen italienischer Weinkultur. Wer entlang der knorrigen Rebzeilen spaziert, spürt sofort die Aufmerksamkeit, die hier selbst dem subtilsten Detail gewidmet wird. Insbesondere der Verdicchio „San Lazzaro“ erzählt mit seinem lebendig-mineralischen Kern und Noten von Zitronenblüte und Mandeln eindrücklich vom kargen Lehmboden und der salzigen Brise aus Adriarichtung. In warmen Jahren wie 2018 besitzt dieser Wein eine vibrierende Energie, die beim ersten Schluck an die morgendlichen Nebelschwaden erinnert, die sich über das Tal legen. Die Weine von Clara Marcelli sind geprägt von Präzision und Tiefgang – sie spiegeln nicht nur die Individualität des Jahrgangs, sondern tragen die Leidenschaft der Menschen vor Ort bis ins Glas. Clara Marcelli ist nicht einfach ein Weingut, sondern eine lebendige Werkstatt, in der aus Beobachtung, Geduld und respektvollem Umgang mit der Natur große Weine entstehen.

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Terroir von Clara Marcelli

Unmittelbar an den östlichen Ausläufern des Apennin gelegen, profitieren die Weinberge von Clara Marcelli von einer selten gewordenen Vielfalt im Bodenprofil: Wechselnde Schichten aus Kalkmergel und Ton sorgen für konstante Wasserverfügbarkeit, selbst während der hirausfordernden Trockenperioden des Sommers. Die leicht nach Osten geneigten Parzellen erhalten morgens intensive Sonne, während am Nachmittag die kühlen Winde von der Adria zwischen den Rebstöcken fußfassen. Diese besondere Exposition schenkt den Trauben eine feinziselierte Säurestruktur und enorme aromatische Tiefe. Besonders beeindruckend ist, wie die Winzer mit bewusst niedrigem Ertrag und Wildbegrünungen gezielt auf Biodiversität setzen – eine seltene Harmonie, die sich in der Punktlandung der Reifegrade alljährlich offenbart. Hinter jedem Weinberg steht ein sorgfältig durchdachtes Mikromanagement, das den Ursprung der einzelnen Weine im Glas spürbar macht.

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Geschichte hinter Clara Marcelli

Clara Marcelli ist geprägt von Tatkraft, ungewöhnlichen Ideen und einem ausgeprägten Sinn für das Wesentliche. Die ersten Reben wurden – wie mir eine der Töchter des Hauses einmal erzählte – nach endlosen Streifzügen über karge Hügel akribisch gesetzt, weil ihr Vater den „idealen Wind“ suchte: ein unaufdringliches Säuseln, das ausschließlich in der Morgenfrühe zwischen Boden und Blättern zu hören ist. Aus einer bloßen Vision entstand so ein Weingut, dessen Markenzeichen die kompromisslose Klarheit seiner Weine ist. Die Marcellis haben von Anfang an auf sortenreine Interpretationen der autochthonen Reben gesetzt: Verdicchio, Pecorino und der eigenwillige Montepulciano. Gerade der Montepulciano 'Rosso Piceno' aus dem Jahrgang 2015 hat sich einen festen Platz in meinem Gedächtnis gesichert – seine würzige Kirschfrucht und die seidige Struktur sind das Ergebnis jahrelanger, geduldiger Arbeit am Detail. Heute gilt Clara Marcelli als Vorreiter für puristische Marken-Weine, die ohne viel Aufhebens ihre Herkunft erzählen.

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Vinifizierung bei Clara Marcelli

Auf Clara Marcelli ist jeder Handgriff von Überzeugung durchdrungen. Die Lese erfolgt in den kühlen Morgenstunden, um Frische und Aroma zu erhalten; selbst bei zunehmender Betriebsgröße bleibt dieser zeitaufwändige Schritt selbstverständlich. Die Trauben erleben eine vorsichtige, kurze Maischestandzeit: So wird die Delikatesse der lokalen Sorten bewahrt und gleichzeitig für Struktur gesorgt. Während der Gärung kommen wild vorkommende Hefen zum Einsatz, was die feinen Nuancen des jeweiligen Jahrgangs intensiv zur Geltung bringt. Ein Teil der Rotweine, etwa der Montepulciano, reift in traditionellen großen Holzfässern – eine stille Hommage an die langjährige Marken-Tradition. Besonders konsequent: Viele Gutsweine werden nur minimal geschwefelt und ungefiltert abgefüllt. Dadurch wirken sie im Glas lebendig, voller Charakter – und laden dazu ein, bei jedem Schluck neue Aspekte der Landschaft, dem Wetter und der sorgsamen Handarbeit der Familie Marcelli zu entdecken.

Weitere Informationen

Name Clara Marcelli
Inverkehrbringer Contrada Pescolla, 63081 Castorano AP, Italien
Anbaufläche in Hektar 6 ha
Gründer Camillo Montori
Eigentümer Giovanni und Clara Marcelli.
Önologe Paolo Capriotti
Gründugsjahr 2003