Château Labegorce
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Château Labegorce
Mitten im Herzen von Margaux entfaltet sich auf Château Labégorce eine seltene Verbindung feinster Lagen, alter Reben und feinsinniger Kellerkunst. Die Weine, allen voran der rote Château Labégorce, transportieren den Charakter dieses außergewöhnlichen Landstrichs mit verblüffender Präzision: In der Nase reifer Cassis, feine Veilchen, Graphit, dazu ein Hauch Zedernholz – im Mund zeigt sich der 2016er mit seiner seidigen Textur, getragen von kühlen, mineralischen Tönen, die das Terroir unterschwellig mitschwingen lassen. Gerade an warmen Sommerabenden auf der Terrasse des Schlosses, wenn kurz vor Sonnenuntergang die Luft von Lavendel und feuchtem Stein gefüllt ist, offenbart ein Glas Labégorce immer neue Nuancen: Ein Wein, bei dem sich Finesse, Spannung und samtene Tiefe begegnen – und dessen Flaschen das Versprechen Margauxs Jahr für Jahr einlösen.
Terroir von Château Labegorce
Die Weinberge von Château Labégorce liegen auf einer von Kieseln und feinem Sand durchzogenen Landzunge, die den Reben eine bemerkenswerte Balance aus Wasserführung und Wärme verleiht. Besonders die Parzelle „Parc de Labégorce“, direkt an den alten Eichenhainen südlich des Châteaus, liefert Cabernet Sauvignon mit einmaliger Würze – der Kies fördert die Durchwurzelung der Rebstöcke, während gelegentliche Lehmeinlagerungen auch in trockenen Jahren für Frische und Eleganz sorgen. Ein klimatisches Geschenk ist der stetige Wind von der Gironde, der an heißen Tagen für kühle Abende sorgt und so die Trauben langsam zur vollendeten Reife führt. Diese urtypische Margaux-Melange aus Eleganz, Frische und leichter Rauchigkeit zeichnet die Weine von Labégorce aus und lässt sie in jedem Jahrgang ihre Herkunft selbstbewusst ausspielen.
Geschichte hinter Château Labegorce
Der Name Labégorce hallt seit über 600 Jahren zwischen Reben, Kies und den Gärten des Schlosses wider. Vor allem in den Archiven ist das Jahr 1795 ein besonderer Fixpunkt: Damals wurde einer der ältesten Kellerflügel errichtet, in dem heute noch Barriques ruhen. Man erzählt sich, dass der einstige Schlossherr zur Ernte die Uhr am Châteauturm nach dem Sonnenstand stellte – und die gesamte Erntemannschaft dem magischen goldenen Licht der Abenddämmerung folgte, um die besten Trauben zu lesen. Nach bewegten Jahrhunderten erwarb die Familie Perrodo das Anwesen 1989, brachte feinfühlig Innovation in Weinberg und Keller und bewahrte dennoch die Ursprünglichkeit des Ortes. An den Wänden der Weinstube hängen bis heute vergilbte Fotos aus der Zeit, als Pferde die Fässer zur Gironde fuhren – Erinnerungen, die in jedem Glas lebendig sind.
Vinifizierung bei Château Labegorce
Im Keller von Château Labégorce trifft präzise Handarbeit auf das Wissen jahrhundertelanger Erfahrung: Weinlese stets von Hand, Trauben werden ab Sonnenaufgang in kleinen Kisten ins Gut gebracht, jede Parzelle separat vergoren, um die charakteristische Handschrift der Böden zu erhalten. Die temperaturkontrollierte Maischegärung herausragender Cabernet- und Merlotpartien bringt Frucht und Struktur in feiner Balance – die Tannine stets reif und seidig, wie man es für Margaux kaum schöner finden kann. Der Ausbau geschieht behutsam in französischen Barriques – etwa ein Drittel davon jährlich erneuert – und legt so feine Noten von Mokka, Lakritz und Edelhölzern an. Ein besonderer Zauber der Weine liegt in ihrer Entwicklung: Schon jung mit vibrierender Frische, gewinnen sie mit den Jahren an Tiefe, dunkler Frucht und diesem legendären „Margaux-Duft“, den viele Kenner als Inbegriff großer Bordeaux-Weine beschreiben.
Weitere Informationen
| Name | Château Labegorce |
|---|---|
| Webseite | http://www.labegorce.com |
| Inverkehrbringer | Château Labégorce, F - 33460 Margaux |
| Anbaufläche in Hektar | 70 ha |
| Gründer | Vassal de la Tuilerie |
| Eigentümer | Famille Perrodo |
| Önologe | Marjolaine de Coninck |
| Gründugsjahr | 1796 |



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