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Wer einmal im Morgendunst durch die Weinberge von Brancaia gestreift ist, spürt sofort, dass hier jede Rebe, jeder Stein und jede Flasche ihre eigene Geschichte erzählt. Die vier Standorte – von den kalkreichen Höhenlagen in Radda über das hügelige Castellina, den sonnenverwöhnten Süden der Maremma bis zum fast versteckten POPPI – formen das vielseitige Rückgrat des Hauses. Das Terroir übersetzt sich unmittelbar ins Glas: Im Brancaia Il Blu, dem Aushängeschild des Hauses, begegnet der Genießer einer faszinierenden Verbindung aus tiefer Waldbeerenfrucht, kühler Mineralität und samtigen Tanninen – eine Komposition, die nie durch Opulenz erschlägt, sondern vielmehr ihre Eleganz Schritt für Schritt entfaltet. Am Gaumen erinnert seine Struktur an fein polierten Schiefer, und noch Minuten nach dem letzten Schluck hallen kühle Kräuter, dunkle Kirsche und eine vibrierende Würze nach. Gerade in großen Jahren, wie etwa 2016, als nach langen, trockenen Tagen ein plötzlicher Sommerregen die Reben durchatmen ließ, steigert sich die Aromatik nahezu ins Poetische. Unvergessen bleibt ein Abend im Weingut selbst, als Barbara Widmer zu den Fässern bat: Im Halbdunkel des Kellers zeigte sie geduldig die feinen Unterschiede zwischen einzelnen Parzellen-Cuvées – ein Erlebnis, das die Tiefe und Vielschichtigkeit der Brancaia-Weine unvergleichbar greifbar macht.

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Terroir von Brancaia

Kaum ein Weingut verkörpert die Ausdruckskraft des Chianti Classico so eindrucksvoll wie Brancaia: Die Rebstöcke wurzeln hier in einer seltenen Mixtur aus kalkreicher Tonerde, feinem Galestro-Schiefer und sandigen Einschlüssen. Diese Geologie, gemeinsam mit den steil abfallenden Rebzeilen in Radda und der warmen, maritimen Brise in der Maremma, lässt die Trauben in spektakulärer Balance gedeihen. Die oft unterschätzten kühlen Nächte in Radda, in denen sich der Nebel in den Tälern sammelt und Aromatik sowie Säure konserviert, sind ein Segen für Sangiovese. Es verwundert nicht, dass gerade von hier Weine kommen, deren Fruchtausdruck brillant und doch nie plakativ ist. Merlot und Cabernet Sauvignon profitieren im Gegenzug von den wärmeren Böden der Maremma und entfalten eine Wärme und Reife, die ihresgleichen sucht. Die schonende Bewirtschaftung der Böden – in Teilen per Hand, auf steilen Terassen angelegt – erhält die Biodiversität des Bodens und führt zu einer natürlichen Tiefgründigkeit in jedem einzelnen Wein.

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Geschichte hinter Brancaia

Die Geschichte Brancaias beginnt mit einer fast romantischen Geste: Als Brigitte und Bruno Widmer Anfang der 1980er Jahre das damals weitgehend verwilderte Landgut in Castellina übernahmen, glaubte kaum jemand in der Gegend, dass daraus ein Fixstern am italienischen Weinhimmel entstehen könnte. Nur zwei Jahre später errang ihr erster Chianti Classico in einem namhaften nationalen Wettbewerb den Rang des Besten des Landes – ein Paukenschlag, der den Takt für alles Weitere vorgab. Barbara Widmer, die Tochter, erinnert sich noch gut an die ersten kargen Ernten und das stete Bemühen, den eigenen Weg zu finden – kompromisslos, aber immer mit dem Blick für den Charakter des Landes. Es blieb nie bei einem Weinberg: Mit sicherem Gespür kamen Lagen in Maremma hinzu, in Radda entstanden neue Parzellen mit Vision und Präzision. Der Geist des Anfangs blieb – Tüfteln, Probieren, wieder Verwerfen – bis heute spürbar, nicht zuletzt im Il Blu, der seit Mitte der 1990er Jahre mit jedem Jahrgang neue Akzente setzte und zu einer Art inoffiziellem Botschafter des modernen Toskana-Stils geworden ist.

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Vinifizierung bei Brancaia

In Brancaias Kellern herrscht eine stille Konzentration: Jede Rebsorte – Sangiovese, Merlot, Cabernet Sauvignon – wird separat vinifiziert, um den Ausdruck des Terroirs maximal nuanciert einzufangen. Besonders beeindruckend ist der selektive Leseprozess, längst von Hand und nur an kühlen Morgenstunden durchgeführt, wenn die Beeren ihre ganze Frische bewahren. Im Gärkeller duftet es nach Veilchen und Brombeeren, Edelstahl und großformatige Fässer stehen hier traditionell beisammen. Spontangärung mit natürlichen Hef

Weitere Informationen

Name Brancaia
Webseite https://www.brancaia.com/
Inverkehrbringer Brancaia S.a.r.l., 42/B Localita' Poppi, 53017 Radda in Chianti (SI), Italien
Anbaufläche in Hektar 80 ha
Gründer Brigitte und Bruno Widmer
Eigentümer Barbara Widmer
Önologe Barbara Widmer
Gründugsjahr 1981

Brancaia

Brancaia ist ein renommierter Winzer aus der Toskana, der für seine erlesenen Weine von höchster Qualität bekannt ist. Die Familie Brancaia betreibt seit den 1980er Jahren Weinanbau und produziert seither verschiedene Weine, darunter auch preisgekrönte Rotweine.

Brancaia verfügt über vier Weingüter in der Toskana - das Haupthaus in Radda, das Weingut in Castellina, das Weingut Brancaia in Maremma sowie das Weingut POPPI - und alle sind auf die Produktion von erstklassigen Weinen spezialisiert. Die Weine zeichnen sich durch ihre Aromen von Kirschen, Beeren und Gewürzen sowie ihre komplexen und ausgewogenen Geschmacksnoten aus.

Besonders hervorzuheben sind die Rotweine von Brancaia, wie beispielsweise der Chianti Classico Riserva, der Il Blu und der Ilatraia. Diese Weine zeichnen sich durch ihre Tanninstruktur aus und haben ein großes Lagerungspotenzial. Aber auch die Weißweine, wie der Tre oder der Bianco, sind sehr zu empfehlen und überraschen mit ihrer Frische und Mineralität.

Brancaia ist ein Weingut, das auf Tradition, Qualität und Innovation setzt und dabei stets die Umwelt im Blick behält. Die Weine sind das Ergebnis von Liebe zum Detail, handwerklichem Können und Leidenschaft für den Weinanbau. Wer eine Reise in die Toskana plant, sollte unbedingt einen Abstecher zu Brancaia machen, um diese herausragenden Weine zu verkosten.