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Bodegas San Alejandro

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Bodegas San Alejandro

Wer Calatayud kennenlernen will, sollte die Weine von Bodegas San Alejandro kosten. Keine andere Kellerei erzählt so eindrücklich von der rauen Schönheit dieser Region. Die Weinberge tauchen in den frühen Morgenstunden oft in Nebel, der sich nach Sonnenaufgang rasch auflöst, während das Licht die steinigen Hügel in ein warmes Rot taucht. Besonders bemerkenswert ist der „Baltasar Gracián Viñas Viejas“: Dicht und zugleich vibrierend, mit Aromen nach reifen Kirschen, wildem Thymian und einer feinen mineralischen Frische – ein Rotwein, wie er nur aus alten Garnacha-Stöcken am Fuß der Sierra de Pardos entstehen kann. In jedem Glas klingt die Geschichte von Winzern mit, die den Eigenwillen der Natur schätzen und ihn für charaktervolle Weine nutzen. Oft erzählen die Menschen im Kellereihof von den frostigen März-Nächten, wenn sie in gespannter Aufregung über die Weinberge wachen, damit die ersten Knospen nicht erfrieren. Das macht San Alejandro für mich aus: Weine voller Persönlichkeit und mit echtem Bezug zu Landschaft und Leuten.

Bodegas San Alejandro

Terroir von Bodegas San Alejandro

Die Weinberge von San Alejandro liegen bis zu 900 Meter hoch, eingefasst vom rauen Massiv der Sierra de Vicort. Der Schiefer dominiert – man spürt in den Weinen sofort diese kühle, erdige Mineralität, die fast an Graphit erinnert. Je weiter sich die tief wurzelnden, teils über 100 Jahre alten Garnacha-Reben in den kargen, steinigen Boden graben, desto konzentrierter werden ihre Trauben. Das semiaride Klima mit milden Wintern, sengenden Sommern und einem tageszeitlichen Temperaturpuls von oft mehr als 20 Grad ist eine enorme Herausforderung – aber auch ein Geschenk. Die Trauben reifen langsam, entwickeln intensive Beerenaromen, und dank der kühlen Nächte bleibt eine packende Frische erhalten. An windigen Tagen treibt der Cierzo-Wind über die Kilometertafeln der Rebzeilen – ein urwüchsiges Terroir, das jedes Jahr seine eigenen Geschichten schreibt und ein Sinnbild für die Charakterstärke der Weine ist.

Bodegas San Alejandro

Geschichte hinter Bodegas San Alejandro

1962, während die spanische Weinwelt noch im Dornröschenschlaf lag, schlossen sich hier Winzerfamilien aus munteren Dörfern wie Miedes und Ateca zusammen. Sie teilten das Ziel, dem „Garnacha viejo“ zu neuer Größe zu verhelfen. Ihren Namen verdankt die Bodega übrigens einem alten Pilgerheiligtum, das man auf einer staubigen Straße wenige Hügel weiter findet. Noch heute treffen sich einige Gründerfamilien an Festtagen im alten Fasslager, um die schönsten Fassproben zu verkosten und Erinnerungen auszutauschen – etwa an den legendären Jahrgang 1998, als ein heißer Sommer und ein kühler Spätherbst einen Garnacha hervorbrachten, der bei Wettbewerben in London sämtliche Preise abräumte. Was immer bleibt, ist die tiefe Verbundenheit der Bodega mit dem Land und seinen Eigenheiten – und die Neugier auf jeden neuen Jahrgang, der vor den Kellermeistern nie seine Schrullen versteckt.

Bodegas San Alejandro

Vinifizierung bei Bodegas San Alejandro

Bodegas San Alejandro arbeitet kompromisslos im Rhythmus der Natur: Die Garnacha-Trauben werden im goldenen Herbst noch im Morgengrauen gelesen, um Frische und Aromatik zu erhalten. Im Keller setzt das Team auf sanftes, fast meditatives Arbeiten: die Beeren werden traditionell entrappt, nur minimal angequetscht, und nach einer kühlen Vormazeration spontan vergoren. Besonders spannend ist der Ausbau in einer Mischung aus mittelgroßen französischen und teils uralten lokalen Fässern – so entsteht eine zarte Holznote, die die Frucht unterstützt, statt zu überdecken. Im Fasskeller riecht es nach feuchtem Stein und süßer Beerenhaut – eine Umgebung, in der Weine ihre Balance und Eleganz entwickeln. Wichtiger als jede technische Innovation bleibt dabei der geschulte Geschmack der Kellermeister, die unermüdlich Fass für Fass verkosten, bis der Wein das Gleichgewicht zwischen Calatayud-Urwüchsigkeit und Trinkfreude gefunden hat.

Weitere Informationen

Name Bodegas San Alejandro
Inverkehrbringer Bodegas San Alejandro, S.Coop. - 50330 Miedes - Espana
Anbaufläche in Hektar 2000 ha
Eigentümer Genossenschaftsmitglieder
Önologe Ruben Magallón
Gründugsjahr 1982