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Bertoldi

Wer Bertoldi besucht, erkennt sofort: Hier, am Südufer des Gardasees, fließt der Pulsschlag Venetos direkt in die Reben ein. Zwischen knorrigen Olivenbäumen tropft am Morgen Tautropfen von den Schalen der Corvina-Trauben, die das unverwechselbare Rückgrat vieler berühmter Weine ausmachen. Unter den Händen von Bertoldi entstehen Tropfen, die die lebendige Energie des Gardasees einfangen. Beeindruckend ist die Finesse des Bardolino Chiaretto, dessen kühle, erdbeerfrische Note an laue Sonnenuntergänge am Seeufer und einen Hauch wildem Thymian erinnert – ein Wein, der Sommerabende verlängert. Besonders in Erinnerung geblieben ist ein Gespräch mit Signore Bertoldi selbst an einem regnerischen Apriltag, als er erklärte, wie der Wind „Ora del Garda“ sanft die Trauben trocknet und so Fäulnis verhindert: „Er ist unser stiller Freund!“, sagt er lachend. Gäste sind auf dem Hof stets willkommen, und wer am alten steinernen Verkostungstisch Platz nimmt, spürt, dass hier nicht nur Wein, sondern echte Gastfreundschaft gepflegt wird.

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Terroir von Bertoldi

Das Terroir rund um die Bertoldi-Weinberge ist von einer faszinierenden geologischen Dynamik geprägt. Die Parzellen ducken sich sanft zwischen Moränenhügeln, deren Böden aus steinigem Kalk mit kiesigen, sandigen Einlagen bestehen. Diese geologischen Relikte der letzten Eiszeit geben jedem Wein eine ungeheure Frische und Tiefe. Unmittelbar spürbar wird dies beim Bertoldi Valpolicella Ripasso, dessen mineralische Klarheit gleich nach dem Öffnen im Glas aufsteigt. Neben mineralstoffreichem Boden sorgt das Mikroklima des Gardasees, ähnlich einem gewaltigen Wärmespeicher, selbst im heißen August für kühle Nächte. Diese natürliche Tag-Nacht-Schwankung intensiviert die Aromenausbildung und balanciert Zucker wie Säure perfekt aus. Windströme aus den Alpen lassen die Trauben gesund reifen und verleihen den Weinen straffe Struktur. Das Resultat sind spannende, eigenständige Weine, geprägt von natürlicher Lebendigkeit.

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Geschichte hinter Bertoldi

Die Geschichte des Weinguts Bertoldi liest sich wie ein Streifzug durch die italienische Kulturgeschichte. Alles begann am Rande einer alten römischen Straße, als Luigi Bertoldi seinen ersten eigenen Rebberg anlegte — ursprünglich, um die Familie und Freunde mit frischem Wein zu erfreuen. In den Wirren der 1950er-Jahre, als Italiens Wirtschaft aufblühte und viele Nachbarn die Landwirtschaft aufgaben, entschied sich die Familie entgegen aller Trends für den Ausbau ihres Handwerks. Eine alte Postkarte aus dieser Zeit zeigt Luigi vor einer waghalsig aufgeschichteten Weinpresse, ein Relikt, das noch heute am Eingang des Kellers steht. Nach besonderen Jahren – etwa nach dem ungewöhnlich heißen 2003er – teilt die Familie gerne Weine und Erinnerungen mit ihren Gästen. Heute leiten die Geschwister Bertoldi mit viel Herzblut das Gut, das Vergangenheit und Gegenwart auf unverwechselbare Weise vereint und jedem Besucher einen tiefen Einblick in die Seele Venetiens gewährt.

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Vinifizierung bei Bertoldi

Wer Bertoldi beim Arbeiten zusehen darf, erkennt, dass Weinbereitung hier ein Dialog zwischen Wissen, Geduld und Fingerspitzengefühl ist. Die Lese erfolgt grundsätzlich von Hand – bevorzugt in den frühen Morgenstunden, wenn die Trauben noch kühl und knackig sind. Besonders für den Amarone werden ausgewählte Partien zum Trocknen auf traditionelle Bambusroste gelegt, was den Beeren eine außergewöhnliche Geschmacksfülle entlockt. In der Cantina duftet es nach frischem Most und feuchtem Stein; ältere Jahrgänge reifen in Fässern aus slawonischer Eiche, die den Weinen subtile Gewürznoten und seidig-runde Tannine verleihen. Moderne Edelstahl-Behälter kommen zum Einsatz, wo Frische und Präzision gewünscht sind; für jede Sorte findet Bertoldi das ideale Ausbauklima. Legendär ist die Sorgfalt beim Verschneiden der Rebsorten – ein Prozess, der oft bis tief in die Nacht andauert, weil nur dann, wenn die Aromen vollkommen ausgewogen sind, der Kellermeister zufrieden ist. Jeder Wein spiegelt diese handwerkliche Hingabe wider und lädt dazu ein, den Zauber der Gardasee-Region Schluck für Schluck zu entdecken.

Weitere Informationen

Name Bertoldi
Inverkehrbringer Saffer Wein GmbH Martin-Kollar-Str. 11 81829 München Deutschland | Abfüller: IT-CN 93, 12054 Cossano Belbo, Italia
Anbaufläche in Hektar 36 ha
Önologe Stefano Chioccioli.
Gründugsjahr 1960

Bertoldi

Bertoldi ist ein leidenschaftlicher Winzer aus Venetien, der seit vielen Jahren Wein auf höchstem Niveau produziert. Seine Weinberge befinden sich am malerischen Gardasee und profitieren von einem einzigartigen Mikroklima, das perfekte Bedingungen für den Anbau von erstklassigen Trauben bietet.

Bertoldi ist bekannt für seinen respektvollen Umgang mit der Natur und seine Liebe zum Detail, die sich in jedem seiner Weine widerspiegelt. Er setzt auf natürliche Anbaumethoden und produziert seine Weine ohne den Einsatz von künstlichen Zusatzstoffen. Dies ermöglicht es ihm, die Essenz des Terroirs und den Charakter jeder einzelnen Traube zu bewahren.

Die Weine von Bertoldi zeichnen sich durch ihre Eleganz, Ausgewogenheit und Komplexität aus. Seine Amarone- und Valpolicella-Weine gehören zu den besten in der Region und werden von Weinliebhabern weltweit geschätzt.

Bertoldi ist stolz auf seine Arbeit und teilt gerne sein Wissen und seine Leidenschaft mit anderen Weinliebhabern. Er empfängt Besucher auf seinem Weingut und bietet Verkostungen an, um seine Weine und seine Philosophie des Weinanbaus zu teilen.