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Baumann

Wer durch die Weinberge der Familie Baumann im südlichen Baden spaziert, spürt sofort, dass hier echte Charakterweine entstehen – Weine, die sowohl von der Erde als auch von den Menschen geprägt sind. Kaum ein Riesling bringt die kühle Spannung der Kaiserstühler Nächte so brillant ins Glas: Zitrusfrische, feine Aprikose und ein Hauch zerstoßener Nuss – dazu eine mineralische Ader, die an nassen Stein und Kreide erinnert. Die Spätburgunder zeichnen sich durch ihren seidigen Tanninfluss und eine duftige, fast tänzelnde Frucht aus. Die Inspiration zu diesen präzisen, eigenständigen Weinen fand Sophie Baumann einst bei einem intensiven Herbstnebel, der überraschend früh in das Tal zog und den Reben jene langsame Reife bescherte, die für die besondere Aromendichte sorgt. Hier wird mit spürbarer Liebe zum Detail gearbeitet: Von Hand geerntet, Trauben, die morgens noch mit Tau benetzt in die Kiste kommen – all das spiegelt sich in der Lebendigkeit und Vielschichtigkeit der Baumann-Weine wider. Keine überbordende Wucht, sondern subtile Tiefe, die einen schon beim ersten Schluck berührt.

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Terroir von Baumann

Die Weinberge der Baumanns ruhen auf einer vinophilen Schatzkammer: Löss- und Lehmschichten, durchzogen von Kalkadern, schenken den Weinen eine beinahe salzige Mineralität, die sich besonders im Finale zeigt. Die sanften Südwesthänge am Kaiserstuhl profitieren von maximaler Sonneneinstrahlung, während kühle Fallwinde vom nahegelegenen Schwarzwald für eine ausgeprägte Frische sorgen. So eröffnet jeder Jahrgang neue Facetten – in heißen Jahren fokussiert, mit reifer Frucht, in kühleren ausgeprägt elegant. Die Böden sind lebendig und voller Mikroorganismen, was der Familie Baumann besonders am Herzen liegt: Leguminosen, Wildblumen und seltene Gräser durchziehen die Rebzeilen, um die Biodiversität zu erhalten. In jedem Glas spiegelt sich diese Landschaft eindrucksvoll wider – es ist fast, als könne man den Staub der vulkanischen Böden und die klare Schwarzwaldluft schmecken.

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Geschichte hinter Baumann

Die Geschichte des Hauses Baumann ist ein Mosaik aus Beharrlichkeit, Kreativität und jener leisen – aber entschlossenen – Leidenschaft, wie sie nur in kleineren Familienbetrieben zu finden ist. Es begann in den 1870er Jahren, als Johann Baumann, fasziniert von den kargen Kalkbänken des Kaiserstuhls, erste Parzellen erwarb: Nicht die ertragreichsten Lagen, wohl aber die ausdrucksstärksten. Während schwieriger Jahre, als ein verregneter Sommer die Ernte zu ruinieren drohte, hängte Johanns Enkel Wilhelm handschriftlich jedem Helfer einen Zettel mit aufmunterndem Spruch an die Bütte – diese kleinen Gesten prägten die Atmosphäre bis heute. Einst stand, erzählt man sich, Sophie Baumann als Kind in Gummistiefeln auf dem Leseanhänger – inzwischen lenkt sie das Weingut, führt biodynamische Praktiken ein und bewahrt dabei die alten Rebstöcke. Viele alte Flaschen ruhen im Gewölbekeller, jede erzählt von ihren Jahrgängen: 1983, ein Jahr mit spätem Frost, brachte einen bemerkenswert konzentrierten Spätburgunder hervor, den die Familie jeden Silvesterabend entkorkt – als Erinnerung an die unberechenbare, aber beglückende Natur des Weinbaus.

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Vinifizierung bei Baumann

Im Keller der Baumanns herrscht eine stille, fast kontemplative Präzision. Die Trauben werden früh am Morgen, noch kalt vom Tau, von Hand gelesen und direkt selektiert – nichts Überreifes, nichts Zufälliges kommt in den Gärbottich. Im Dialog zwischen traditionellen Eichenfässern aus heimischem Holz und modernen Edelstahltanks entwickeln die verschiedenen Rebsorten ihr charakteristisches Profil: Ein Grauburgunder ruht auf der Feinhefe, gewinnt dadurch an Cremigkeit und Schmelz, während der Riesling möglichst wenig Bewegung erfährt, um seine kernige Frische zu konservieren. Die spontane Gärung bewahrt eine lebendige Aromatik – und nicht selten endet eine Lese mit einer spontanen Brotzeit im Fasskeller, wenn draußen ersten Herbststürme toben. Filtration und Schönung werden auf ein Minimum reduziert, sodass auch in reifen Jahren feine Trubstoffe erhalten bleiben – diese Nuancen machen

Weitere Informationen

Name Baumann
Webseite https://winzer-baumann.de/
Inverkehrbringer Peter Riegel Weinimport GmbH - 78359 Orsingen
Anbaufläche in Hektar 14 ha
Gründer Ludwig Baumann
Eigentümer Baumann Martin
Önologe Martin Baumann
Gründugsjahr 1880

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Baumann ist ein leidenschaftlicher Winzer aus Baden, der sich seit vielen Jahren dem Anbau von Spitzenweinen verschrieben hat. Seine Weine sind bekannt für ihre Eleganz, ihre Komplexität und ihre perfekte Balance zwischen Säure und Fruchtigkeit. Baumann legt großen Wert auf eine sorgfältige Handarbeit im Weinberg und achtet darauf, dass die Trauben stets in bester Qualität geerntet werden. Im Keller setzt er dann auf schonende Verarbeitung und lange Reifezeiten, um den vollen Charakter und die Aromen der Rebsorten zu entfalten. Der Winzer führt sein Weingut mit viel Herzblut und Kreativität und hat schon zahlreiche Auszeichnungen für seine Weine erhalten. Wer Baumanns Weine probiert, wird schnell feststellen, dass hier echte Wein-Kunstwerke entstehen.